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Schein und Sein – Glanz, Gloria und Abgründe der Inszenierung Kant, der Werbetexter Immanuel Kant gilt als Inbegriff der Vernunft. Doch wer Steffen Martus’ große Studie über die Aufklärung liest, erkennt ein anderes Bild: Kant war nicht nur Philosoph, sondern ein begnadeter Werbetexter in eigener…
Im Sprung der Wand: Regina Schillings Bachmann-Film im Rex – Ein Sonntagvormittag in Endenich, elf Uhr, und Rom liegt nah Das Rex-Kino in Bonn-Endenich hat an diesem Sonntag etwas von einem Vorraum der Literatur. Draußen der Juni, die Straßen, die Sonntagsruhe....
Der Sextaner, der Alfred Kerr abholte: Berlin-Neukölln, Jerusalem und die Rückkehr einer Melodie Albrecht Schöne erzählt die Gründung der Germanistik an der Hebräischen Universität Jerusalem mit Akten, Briefen, Büchern, Gastprofessoren, Stipendien, Personalfragen und Studienordnungen....
Das halboffene Buch der Gegenwart: Im Sommerloch erkennt man die Medien an ihren Klagen – Herder-Lektüre könnte helfen Das Sommerloch galt lange als journalistischer Sandkasten. Politiker verreisten, Parlamente ruhten, Redaktionen suchten Stoff. Dann kamen die alten Ersatzthemen: Haie, Hitze,…
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Bärbel Bas und die alte Fabrik: Der Entwurf aus dem Bundesarbeitsministerium verkauft Reform und liefert Rückbau @BMAS_Bund #Arbeitszeitgesetz #ZukunftPersonal Das Arbeitsministerium wollte den Achtstundentag modernisieren. Der bekannt gewordene Entwurf wirkt wie eine Verbeugung vor der alten…
Literatur im Feuerkreis der Politik: Gerrit Brand prüft die Freiheit des Schriftstellers an seinem Roman „Naar Beiroet“ @gjbrand Gerrit Brand stellt in seinem Essay „Moet een schrijver partij kiezen?“ eine alte Frage neu: Muss ein Schriftsteller Partei ergreifen?...
Kant, der Werbetexter Immanuel Kant gilt als Inbegriff der Vernunft. Doch wer Steffen Martus’ große Studie über die Aufklärung liest, erkennt ein anderes Bild: Kant war nicht nur Philosoph, sondern ein begnadeter Werbetexter in eigener Sachepdf Schein und Sein . Sein berühmtes „Sapere aude“ war kein nüchternes Lehrstück, sondern ein Claim, eine Marke, ein genialer Slogan. Damit verkaufte Kant seine Philosophie wie ein Produkt – eingängig, polarisierend, unvergesslich.
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Das Rex-Kino in Bonn-Endenich hat an diesem Sonntag etwas von einem Vorraum der Literatur. Draußen der Juni, die Straßen, die Sonntagsruhe. Drinnen ein Film, der keine Biografie abwickelt, kein Denkmal putzt, kein Jubiläum verwaltet. Regina Schilling sucht Ingeborg Bachmann in den Rissen. In der Stimme. Im Rauch. Im Papier. In jenen Sätzen, die klingen, als seien sie aus einer Wunde heraus poliert worden.
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Albrecht Schöne erzählt die Gründung der Germanistik an der Hebräischen Universität Jerusalem mit Akten, Briefen, Büchern, Gastprofessoren, Stipendien, Personalfragen und Studienordnungen. Das klingt zunächst nach akademischer Aufbauarbeit. Dann hebt ein älterer Zuhörer die Hand, fällt dem Dozenten ins Wort und sprengt die Chronik. „Ich war dabei!“ Dieser Satz steht in einer Vertretungsstunde über Bertolt Brechts Lehrstücke. Schöne spricht über „Der Jasager“, über Kurt Weills Musik, über eine Berliner Schuloper aus dem Jahr 1930, über die Karl-Marx-Schule in Neukölln und über Schüler, die mit Brecht diskutierten.
Schein und Sein – Glanz, Gloria und Abgründe der Inszenierung
Im Sprung der Wand: Regina Schillings Bachmann-Film im Rex – Ein Sonntagvormittag in Endenich, elf Uhr, und Rom liegt nah
Der Sextaner, der Alfred Kerr abholte: Berlin-Neukölln, Jerusalem und die Rückkehr einer Melodie
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Das Sommerloch galt lange als journalistischer Sandkasten. Politiker verreisten, Parlamente ruhten, Redaktionen suchten Stoff. Dann kamen die alten Ersatzthemen: Haie, Hitze, Hygiene im Freibad, angebliche Jugendmoden, gefährliche Tiere, stille Landstraßen, der Untergang der Sprache. Der Sommer legte den Betrieb frei. Er zeigte, worüber eine Gesellschaft redet, sobald ihr die offiziellen Anlässe fehlen. 2010 trug dieses Loch noch den Geruch des Offline-Romantischen.
Das halboffene Buch der Gegenwart: Im Sommerloch erkennt man die Medien an ihren Klagen – Herder-Lektüre könnte helfen
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Bonn muss jetzt aufs Rad: Die Nordbrücke als Ende einer Ausrede Selbst 3000 Kilometer-Strecken sind machbar ohne PKW Die Bonner Nordbrücke war lange ein Bauwerk aus Beton, Stahl, Routine und Verdrängung....
Wumpe-Seminar für Fortgeschrittene: Kleine Schule der souveränen Kränkung Ein Debattenteilnehmer schrieb mir: „Ihre subjektiven Bewertungen („schwach“) sind mir vollkommen wumpe. Sie finden hier aber sicher eine Selbsthilfegruppe von Männern im besten Alter, dessen Ego durch simple Kritik von mir…
Vier Zeilen von Einstein, ein Gedankenradio und Amerika im Regal: Die Dortmunder McGovern-Bibliothek zeigt Otto Nathan, Upton Sinclair, Mark Twain, Susan Sontag und Edgar Allan Poe als Teile einer großen Lesegeschichte Heinrich von Kleists Satz über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim…
Sind wir nicht alle Ubuntu? Freundinnen und Freunde der digitalen Souveränität, bitte einmal die Hand vom Alarmknopf nehmen Nicht jedes Zucken in Washington verlangt ein europäisches Ersatzinternet. Nicht jede Drohung aus Peking verlangt eine deutsche Cloud mit Bundesadler....
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Gunnar Sohn
Gunnar Sohn
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Gunnar Sohn
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Das Arbeitsministerium wollte den Achtstundentag modernisieren. Der bekannt gewordene Entwurf wirkt wie eine Verbeugung vor der alten Ordnung: mehr Kontrolle für alle, Flexibilität für wenige. Eine Reform des Arbeitszeitgesetzes müsste mit der Wirklichkeit beginnen. Mit Schichtplänen, die nicht mehr zur Nachfrage passen. Mit Betriebsvereinbarungen aus den achtziger Jahren. Mit Führungskräften, die bei jedem Ausfall telefonieren, improvisieren, umplanen. Mit Personalleitungen, die wissen, wie veraltet ihre Regelwerke sind, aber kein Mandat erhalten.
Bärbel Bas und die alte Fabrik: Der Entwurf aus dem Bundesarbeitsministerium verkauft Reform und liefert Rückbau @BMAS_Bund #Arbeitszeitgesetz #ZukunftPersonal
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Gerrit Brand stellt in seinem Essay „Moet een schrijver partij kiezen?“ eine alte Frage neu: Muss ein Schriftsteller Partei ergreifen? Der Beitrag erschien in der Juni-Ausgabe 2026 der niederländischen „Boekenkrant“ in der Rubrik „Literatur en politiek“. Anlass ist Brands Roman „Naar Beiroet“, erschienen bei Uitgeverij Nobelman. Der politische Hintergrund ist der 7. Oktober 2023, der Angriff der Hamas auf Israel, die Zerstörung Gazas und die europäische Debatte über Schuld, Gewalt, Macht und Erinnerung.
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Literatur im Feuerkreis der Politik: Gerrit Brand prüft die Freiheit des Schriftstellers an seinem Roman „Naar Beiroet“ @gjbrand
Selbst 3000 Kilometer-Strecken sind machbar ohne PKW Die Bonner Nordbrücke war lange ein Bauwerk aus Beton, Stahl, Routine und Verdrängung. Jeden Tag rollten Zehntausende Fahrzeuge über den Rhein, als sei diese Verbindung eine Naturgegebenheit. Man fuhr von links nach rechts, von rechts nach links, zur Arbeit, zur Hochschule, zum Termin, zum Einkauf, zur Kita, zum Kunden. Die Brücke gehörte zu jener Infrastruktur, die erst auffällt, sobald sie weg ist.
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Bonn muss jetzt aufs Rad: Die Nordbrücke als Ende einer Ausrede
Ein Debattenteilnehmer schrieb mir: „Ihre subjektiven Bewertungen („schwach“) sind mir vollkommen wumpe. Sie finden hier aber sicher eine Selbsthilfegruppe von Männern im besten Alter, dessen Ego durch simple Kritik von mir gekränkt wurde. Viel Erfolg und alles Gute.“ Man muss diesen Satz langsam lesen. Aus sportlicher Fairness. Hier tritt ein rhetorischer Mehrkämpfer an, der gleich mehrere Disziplinen in einem Lauf absolviert: Herablassung, Psychoanalyse, Altersdiagnostik, Gruppenpathologisierung, Abschiedsgruß.
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Heinrich von Kleists Satz über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden bekam in der Emil-Figge-Bibliothek an der TU-Dortmund eine philologische Probe. Walter Grünzweig stand vor dem großen Präsentationsmonitor, die Widmung Albert Einsteins lag vergrößert vor dem Publikum, und aus einer scheinbar gesicherten Lesart wurde ein Arbeitsfall. Heißt es „seiner Kollegen“ oder „seines Kollegen“? Das ist kein pedantischer Streit um einen Endbuchstaben.
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Nicht jedes Zucken in Washington verlangt ein europäisches Ersatzinternet. Nicht jede Drohung aus Peking verlangt eine deutsche Cloud mit Bundesadler. Nicht jeder Exportstopp bei Seltenen Erden beweist, dass Autarkie der neue Verstand ist. Und nicht jedes Programmpaket, das unter die Sanktionslaune des Weißen Hauses gerät, rechtfertigt die nächste große Beschwörung einer digitalen Festung Europa. Das Geräusch ist bekannt. Irgendwo klingelt eine geopolitische Glocke.
Wumpe-Seminar für Fortgeschrittene: Kleine Schule der souveränen Kränkung
Vier Zeilen von Einstein, ein Gedankenradio und Amerika im Regal: Die Dortmunder McGovern-Bibliothek zeigt Otto Nathan, Upton Sinclair, Mark Twain, Susan Sontag und Edgar Allan Poe als Teile einer großen Lesegeschichte
Sind wir nicht alle Ubuntu? Freundinnen und Freunde der digitalen Souveränität, bitte einmal die Hand vom Alarmknopf nehmen
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