Das halboffene Buch der Gegenwart: Im Sommerloch erkennt man die Medien an ihren Klagen – Herder-Lektüre könnte helfen
Das Sommerloch galt lange als journalistischer Sandkasten. Politiker verreisten, Parlamente ruhten, Redaktionen suchten Stoff. Dann kamen die alten Ersatzthemen: Haie, Hitze,…
Das Sommerloch galt lange als journalistischer Sandkasten. Politiker verreisten, Parlamente ruhten, Redaktionen suchten Stoff. Dann kamen die alten Ersatzthemen: Haie, Hitze, Hygiene im Freibad, angebliche Jugendmoden, gefährliche Tiere, stille Landstraßen, der Untergang der Sprache. Der Sommer legte den Betrieb frei. Er zeigte, worüber eine Gesellschaft redet, sobald ihr die offiziellen Anlässe fehlen. 2010 trug dieses Loch noch den Geruch des Offline-Romantischen.