Welche deutschen Medien titeln und schreiben hingegen über die „Ausweitung von Angriffen“ auf „Ziele“, um „Gebiete“ nördlich der „Pufferzone“ im Rahmen einer neuen „Verteidigungslinie“ „unter Kontrolle zu bringen“ aus „Selbstschutz“?
Die faktenfreie Selbstillusionierung, dass
a) die Tagesschau / der ÖRR links seien,
b) Springer linke Akteure einstellen und sie
c) auf hohe Positionen setzen würde,
funktioniert genau dann, wenn man diese Form der Realitätsnegierung und Selbsttäuschung will und sucht.
Zum Einsortieren gehören derweil zwei Seiten - das muss man schon mitmachen wollen anstatt zu lachen.
Personal news: wenn Euch das jetzt überrascht, dann habe ich eine Brücke, die ich Euch zum super Preis verticken könnte
Flexibel ersetzbar durch jegliche weitere Zuordnung - von Muslim bis Gender. Instant Authority im deutschen Mediendiskurs.
Das zutiefst Alberne, Unseriöse daran ist: Nichts daran ist neu. Alles wurde zuvor bereits in anderen Ländern umgesetzt. Das kann man wissen. Als Medienverantwortliche mit journalistischem Anspruch muss man es wissen.
Notiz an mich: Wiedervorlage und Check-in journalist. Gegenwehr in einem Jahr.
Und wenn dann die Etablierung dieses Medien-Ökosystems und der begleitenden Deutungsinfrastrukturen den Druck auf journalistische Medien aufbaut und erhöht: Darf man dann bei Leitmedien erneut mit präventivem Einknicken und kollektivem Mit-Verschieben der Grenzen des Sagbaren rechnen?
Vielleicht möchte sich der deutsche Medienjournalismus und das werte Feuilleton dann doch mal mit antideutschen Abwanderungen von Tagesschau und taz zu Springer beschäftigen? Weshalb erscheinen diese Wechsel als Kernprozesse nicht-interessant und in ihrer Relevanz de-priorisiert?
Wie immer gilt es hier, differenziert an den Sachverhalt heranzugehen. Die Journalisten und Journalistinnen, die sich selbst hinterfragen - ihre Perspektive, ihre Privilegien und auch ihre Prägungen - und Medienkritik suchen, verdienen es, nicht mit den oberen in einen Topf geworfen zu werden.
Laut anderer Rückmeldungen wiederum wollen Entscheider sich keine Kritik ins Haus holen, die die eigene Arbeit potenziell "schlecht dastehen lasse". Eine Abwehr fundierter, pro-journalistischer Medienkritik also aus Reputationsgründen - nicht zur Selbstreflexion und -prüfung von Qualitätsproblemen.