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Neuzugang in Boppard: Das Archiv der Evangelischen Kirchengemeinden Rheinböllen und Dichtelbach https://blog.archiv.ekir.de/2026/06/12/neuzugang-in-boppard-das-archiv-der-evangelischen-kirchengemeinden-rheinboellen-und-dichtelbach/
ediarum.MEETUP – nächste virtuelle Veranstaltung am 13.7.2026 https://dhd-blog.org/?p=23863
Bundesarchiv startet die Online-Audio-Edition „Töne der Repression“ https://www.berlinerarchive.de/bundesarchiv-startet-die-online-audio-edition-toene-der-repression/
Computer im Museum (X) – die Jubiläumsausgabe https://blog.hnf.de/computer-im-museum-x-die-jubilaeumsausgabe/
Drei Auflagen Liber specialis gratiae – nun ist es beweisbar! http://anguluscustodis.blogspot.com/2026/06/drei-auflagen-liber-specialis-gratiae.html
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Historische Karten mit Qgis erstellen und publizieren https://digigw.hypotheses.org/7860
Der Trump Arch auf schlammigem Grund https://archaeologik.blogspot.com/2026/06/der-trump-arch-auf-schlammigem-grund.html
Verlinkung vernachlässigbar? Über die Änderung des Suchprozesses https://netbib.hypotheses.org/78650168
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TV-Vorschau 13. – 19. Juni 2026 http://historikerkraus.de/blog/2026/06/12/tv-vorschau-13-19-juni-2026/
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Die Evangelische Archivstelle Boppard hat kürzlich das gemeinsame Archiv der Kirchengemeinden Rheinböllen und Dichtelbach übernommen. Der Bestand umfasst eine Überlieferung vom späten 17. bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts; einzelne Amtsbücher und Nachträge reichen bis in die 1980er Jahre. Das Schriftgut stammt überwiegend aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu den ältesten Archivalien zählen ein Auszug aus dem Schatzungsbuch der Schultheißerei Rheinböllen von 1683 sowie obrigkeitliche Verordnungen, Religionsmandate und Verwaltungsdokumente aus kurpfälzischer Zeit. Dazu gehören etwa ein Besitzergreifungspatent von 1685, Erlasse gegen Gotteslästerung und Misshandlung von Heiligenbildern, Regelungen zu Desertionen sowie Listen reformierter Geistlicher der Kurpfalz. Ebenfalls zum Ende des 17. Jahrhunderts setzt die Dokumentation konfessioneller Konflikte ein, die unter dem Titel „Kirchenkampf“ Unterlagen aus den Jahren 1696 bis 1802 enthält. Hier finden sich Beschwerden reformierter Gemeinden, kurpfälzische Religionsdeklarationen, Eingaben an den Kaiser sowie Darstellungen der bedrängten reformierten Kirche. Ergänzt werden sie durch Prozessakten zum sogenannten „Glockenstreit“ in Kirche und Schulen der Pfarrei Rheinböllen über mehr als 150 Jahre.
Aufhebung des Simultaneums in Rheinböllen, 1707; aus Bestand: AEKR Boppard 4KG 151B (Rheinböllen-Dichtelbach), Nr. 1
Gut dokumentiert ist auch das Schulwesen. Die Überlieferung zur evangelischen Schule Rheinböllen und ihrer Lehrer umfasst einen Zeitraum von 1718 bis 1933, zur Schule in Dichtelbach sind Akten von 1820 bis 1894 erhalten. Die Bauakten enthalten Unterlagen zur evangelischen Kirche Rheinböllen von 1752 bis 1942 (Turmbau, Glocken, Orgel, Instandsetzungen) sowie deren Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Zur Kirche in Dichtelbach sind Bau- und Instandsetzungsakten von 1910 bis 1960 mit Nachträgen von 1982 vorhanden. Zum Gemeindehaus Rheinböllen liegen Akten über Instandsetzung und Erweiterung aus den Jahren 1957 bis 1967 mit Bauzeichnungen vor. Die Akten zum alten Pfarrhaus reichen von 1822 bis 1946 und betreffen u.a. Reparaturen, den Neubau der Pfarrscheune sowie einen Erweiterungsbau von 1908; auch hier gibt es Bauzeichnungen. Für das neue Pfarrhaus existiert eine Bauakte von 1962, ebenfalls mit Bauzeichnungen.
Weitere Schwerpunkte des Bestandes bilden das Rechnungswesen und die Amtsbücher. Für die Kirchenkasse Rheinböllen liegen Jahresrechnungen bereits ab 1712 vor, für Dichtelbach ab 1759. Diese Rechnungsserien reichen teilweise bis in die 1950er Jahre. Ältestes Amtsbuch ist ein 1715 begonnenes „Kirchenprotokoll“, Presbyteriumsprotokolle sind ab 1838 überliefert. Ergänzt werden sie durch Lager- Abkündigungs-, Kollekten- und Brieftagebücher. Insgesamt zeichnet sich der Bestand durch eine vergleichsweise lange Laufzeit und eine inhaltlich breite Überlieferung aus und besitzt daher auch einen gewissen Quellenwert für die evangelische Kirchen- und Regionalgeschichte des Hunsrücks, der Konfessionsgeschichte der Kurpfalz, der Sozial- und Alltagsgeschichte ländlicher Gemeinden sowie der Entwicklung kirchlicher Verwaltung vom Ancien Régime bis in die Nachkriegszeit.
Ich habe es ja schon seit etwa fünf Jahren hier und da auch immer wieder geschrieben, dass ich nicht an eine Verkürzung und auch nicht an beständiges kontextbezogenes Umschreiben durch externe Schreiber glaube, wenngleich es das auch gegeben hat, aber nicht die Werkgenese erklärt. Mein Ansatz ist die Verlängerung des als _Liber specialis gratiae_ bezeichneten Buches in mindestens drei Etappen, die der Erstausgabe folgten.
Um diese Genese nachzuverfolgen habe ich inzwischen von einem beträchtlichen Teil der lateinischen Handschriften das Vorwort "Fuit virgo" angesehen. Und siehe da: Es gibt sie, meine gesuchten drei Versionen!!! Da dies nur eine Vorab-Information für alle Interessenten am Stoff dieses Buches ist, werde ich keine Handschriften-Signaturen hier benennen. (Wer sich in der Materie auskennt, kann mir sicher ganz schnell folgen.) Das wird einer Publikation vorbehalten bleiben. Aber die Unterscheidbarkeit der verschiedenen Helftaer Werkausgaben, die stelle ich hiermit allen zur Verfügung:
Die Erstausgabe hatte kein Vorwort bzw. keines, in dem es um Mechtild von Hakeborn geht. Sie war ein kurzer Liturgiekommentar.
**Erste Redaktion und Ergänzung des Originaltextes**
"Fuit virgo" wurde für die Ausgabe zwei geschrieben, bei der das Werk aus dem Liturgiekommentar in Buch eins und dem ersten Beiband über die Autorin der Erstausgabe: Mechtild von Hakeborn besteht.
In den noch vorhandenen Werken dieser Ausgabe endet "Fuit virgo" auf "ad gloriam summae et venerandae trinitatis." Im vorausgehenden Satz, der mit "Haec virgo in mirabilia celestium et secretorum misteria anime conspexit..." beginnt, wird etwas zum Beweggrund der Schreiberinnen gesagt, was sich in späteren Ausgaben im ersten Abschnitt des zweiten Vorworts "Benignitas et humanitas" wiederfindet.
Zudem sind es "amici", also wohl Hausbedienstete, die mit dem Kind zum Priester eilen, stets "offerent". Von ihrem Krankheitsbild ist nur zu erfahren, dass sie an Schmerzen litt, keine weiteren Details.
An diesen Text schließt sich an: "Dominice die, cum evangelico _Missus est_ legeretur..."
**Zweite Redaktion und Ergänzung des bisherigen Werkes mit Überarbeitung des ersten Vorworts**
Wer das Kind zur Taufe trägt, ist mehrheitlich nicht genannt. Bisher habe ich in keiner Schrift dieses Typus "amici" gefunden. Allerdings einmal "parentes" und einmal "familia parentis ... offeret". Das im Kontext benutzte Verb nimmt eine erstaunliche Vielfalt an: "offeret", "offeretur", "offerent", "offerunt", "obtulerunt" (2 Inkunabeln). Ab dieser Ausgabe eilt man nun immer "cum festinatione" zur Taufe, und vor "missam" steht nun stets ein "iam". Sowohl in Redaktionsstufe eins, als auch noch in Redaktionsstufe zwei ist Mechtild "amabilem et servilem", gelegentlich ist aus "amabilem" "amicabilem" gemacht, doch stets heißt es "servilem". Am Ende des zweiten Abschnitts endet der Absatz nach "etiam cum valde iuvenis esset". Es folgt "Denique ... non tantum spirituali ... sed etiam". In dieser Version werden erstmals drei Talente angeführt, nämlich Wissen, Intellekt und Stimme. Sodann sind nach dem Stichwort "flagella" die drei Diagnosen genannt. Das Vorwort endet von nun an auf "non poterat inhaerere".
An diesen Text schließt sich von nun an an: "In Annunciationis Dominice die christi ancilla posita in oratione...".
**Dritte Redaktion und Werkergänzung mit Überarbeitung des ersten Vorworts**
Bei dieser Ausgabe hat man gleich im ersten Satz noch ein "dulcedinis" an "in benedictionibus" angefügt. Hier heißt das Verb wieder durchweg "offerent". Und nun steht stets "dicaretur", wo in den beiden vorherigen Ausgaben "dedicaretur" notiert ist. Aus "servilem" ist "habilem" oder auch "humilem" geworden bei großer Variantenvielfalt, allerdings nie mit "servilem". Nach "iuvenis esset" am bisherigen Ende des zweiten Abschnitts folgt ein mit "et multa secretorum suorum" eingeleiteter Einschub, der nun erklärt, wieso man erst ab ihrem 50. Lebensjahr von ihrer Gotteserfahrung berichtet. Erst dann folgt "Denique ... non solum ... sed etiam ... et gratis data". An Talenten ist nun vor der Stimme noch "litteratura" genannt. Auch hier endet das Vorwort mit "non poterat inhaerere".
Da ein Vorwort gewöhnlich vom Herausgeber verfasst wird, gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln, dass diese Veränderungen aus Helfta stammen und dass der Lesefehler, der "servilem" tilgte wohl ein hausinterner Lesefehler oder Schreibfehler war. Der Umfang der zugehörigen Werke wird bei dieser Unterscheidung der Ausgaben immer länger. Das bedeutet aber auch, dass dieser bereits von Helfta ausgehende Variantenreichtum bereits in der Zeit der Niederschrift erfolgte, nämlich zwischen Dezember 1294 und Dezember 1299/Frühjahr 1300, sodass die ältesten Handschriften von ca. 1320 zu spät geschrieben wurden, um diese Entwicklung noch zu erfassen. Sehr wahrscheinlich hat die hohe Verbreitung in den ersten Jahren dafür gesorgt, dass nicht alle frühen Redaktionsstufen durch ein verbessertes und verlängertes Werk ersetzt werden konnten.
q.e.d. Wer nun möchte, kann es nachkontrollieren.
Am 17. Juni 2026 startet das Bundesarchiv die Online-Audio-Edition „Töne der Repression“. Damit macht das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv erstmals Tonaufnahmen aus Spionageprozessen der DDR systematisch zugänglich.
Die Aufzeichnungen geben Einblick in Abläufe politischer Strafjustiz. Damit dokumentieren sie nicht nur Inhalte, sondern auch Sprache, Tonfall und Dynamiken im Gerichtssaal. Die Aufnahmen eröffnen so neue Perspektiven auf die Inszenierung von Gerichtsprozessen und die Arbeit der Geheimdienste im Kalten Krieg. Der Start erfolgt öffentlich am 17. Juni 2026 mit der Vorstellung des Projekts und einer Diskussion.
Programm:
– Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Hollmann (Präsident Bundesarchiv)
– Vorstellung der Online Audio Edition und Podiums gespräch mit Prof. Dr. Daniela Münkel, Dr. Mark Laux und Dr. Ronald Funke (Bundesarchiv – Stasi Unterlagen-Archiv) moderiert von Korbinian Frenzel (Deutschlandfunk).
Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.
Anmeldung bitte unter [email protected] oder 030-186656770.
17. Juni 2026, 17:30 Uhr
Bundesarchiv, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103, Haus 22, 10365 Berlin
Das war eigentlich das Strukturprinzip des WWW, dass man mit blau unterlegten Hyperlinks (blau unterlegt) auf andere Inhalte verweisen konnte. Diese Vernetzung von Inhalten war die Struktur, die man als Anbieter legen und als Nutzer*in verfolgen kann. – Google veröffentlicht jetzt Statistiken, dass Links von Nutzern nicht mehr verfolgt werden: 68% der Google-Suchen enden ohne einen Klick [via Sven Gigold]. Sprich: Das Konzept der “Such”maschine, gleich Antworten zu liefern, ist im Trend.
Wichtig in einer solchen Situation ist, wie _Gigold_ sagt:
> Die große Herausforderung ist jetzt nicht “noch mehr Content”, sondern “noch mehr Verbindung” – Community und echte Beziehungen jenseits der großen Plattformen werden wichtiger, wenn du nachhaltige Reichweite und Umsätze haben willst.
Sprich: Eigene Plattformen werden wichtiger, beispielsweise das Wiblio-Projekt der Berliner Bibliotheken, bibcourse, die Blogs und eben nicht die Honigtöpfe der großen Plattformen, an denen selbstbestimmtes Handeln und Informationsgewinnung kleben bleibt.
[Der Sven Gigold-Eintrag stammt aus rivva]
Jürgen Plieninger
Bibliothekar (OPL) und Soziologe | Blogger | Engagiert im BIB.
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OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Jürgen Plieninger (12. Juni 2026). Verlinkung vernachlässigbar? Über die Änderung des Suchprozesses. _netbib_. Abgerufen am 12. Juni 2026 von https://netbib.hypotheses.org/78650168
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> Katrin Moeller
> Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt
> 25.06.2026
> 13:00 – 15:00 Uhr
> https://us02web.zoom.us/j/8335618102
>
> _Benötigt wird das Programm: https://qgis.org/_
> _Alle Dateien werdenhier zwei Tage vor der Veranstaltung abrufbar sein_.
Webservices und Geodatenportale schaffen heute wichtige Grundlagen für die Nachnutzung moderner räumlicher Daten. Freie Lizenzen ermöglichen einen schnellen Zugriff und eine digitale Visualisierung, weshalb räumliche Analysen in den Digital Humanities zunehmend an Bedeutung gewinnen. Projekte zur Georeferenzierung historischer Karten und zur Modellierung historischer Raumbeziehungen nehmen zu, stellen ihre Daten jedoch nicht immer offen bereit. Mit der Open-Source-Software QGIS steht seit 2002 ein leistungsfähiges Werkzeug zur eigenständigen Verarbeitung und Präsentation räumlicher Informationen zur Verfügung. Der Workshop vermittelt anhand eines Beispiels die Georeferenzierung historischer Karten, die Erstellung eigener Layer, Datenanbindung und Analyse. Abschließend werden Fragen der Dokumentation, Publikation in Forschungsdatenrepositorien sowie Qualitätskriterien und Herausforderungen bei der Nachnutzung historischer Geodaten diskutiert.
Anne Purschwitz
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OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
apurschwitz (12. Juni 2026). Historische Karten mit Qgis erstellen und publizieren. _Digitale Geschichtswissenschaft_. Abgerufen am 12. Juni 2026 von https://digigw.hypotheses.org/7860
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Viel Spaß bei der Auswahl der Geschichtssendungen der neuen Woche.
## Samstag, 13. Juni
* _„‚Mutter der modernen Pandemien‘ wird die Spanische Grippe genannt. Sie forderte 1918/19 mehr Tote als der Erste Weltkrieg. Damals wussten die Menschen nur sehr wenig über die Grippe. Erst 1997 gelang es, den genetischen Code der Spanischen Grippe zu entschlüsseln. Zweimal reiste Johan Hultin nach Alaska, nur ein Ziel vor Augen: Er hoffte, in den sterblichen Überresten von Grippetoten das Virus dingfest zu machen. Exklusiv berichtet der schwedische Wissenschaftler, wie er es nach vielen Rückschlägen fand: konserviert in der vereisten Lunge einer Inuit-Frau. Die Dokumentation schaut zurück auf die großen Pandemien des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Gesellschaften reagierten 1918/19 unterschiedlich auf die Spanische Grippe – in einigen Ländern gab es Schulschließungen, die U-Bahnen fuhren nicht mehr, Kirchen waren geschlossen – ein Shutdown, soweit dies damals möglich war. Welche Maßnahmen waren wirksam? Und was geschah in den Ländern, die weitermachten wie bisher? Was haben die Menschen aus den großen Pandemien der letzten hundert Jahre gelernt? Die Heidelberger Medizinhistorikerin Karen Nolte wird in der Dokumentation ihre neuesten Forschungsergebnisse dazu offenlegen.“_ „Mensch gegen Virus – Von der Spanischen Grippe bis Corona“, **tagesschau24** , 20.15 Uhr.
* Mit **Arte** geht es zweimal ins alte „Ägypten: Das geheimnisvolle Grab des Wesirs“. _„Der Dokumentarfilm erzählt von einer außergewöhnlichen archäologischen Ausgrabung in der Nekropole von Sakkara, 35 Kilometer von Kairo entfernt. Im Mittelpunkt steht die Entdeckung eines geheimnisvollen Grabes, das dem Wesir Uni gehörte. Allerdings findet sich für den Würdenträger, der um 2200 v. Chr. lebte, eine weitere Grabstätte – in Abydos, am anderen Ende Ägyptens. Warum?“_ (20.15 Uhr) — Um 21.50 Uhr folgt „Tutanchamun, Neues aus dem Grab“. _„Der sagenhafte Schatz des Tutanchamun, 1922 vom Briten Howard Carter entdeckt, zählt zu den größten archäologischen Funden der Geschichte. Auch ein Jahrhundert später gibt er noch neue Geheimnisse preis: Spuren einer rätselhaften Pharaonin und Hinweise auf den Diebstahl des Entdeckers selbst. Die Doku interpretiert die Geschichte des Königsgrabs neu – und damit auch ein bedeutendes Kapitel Altägyptens.“_ — Ein radikaler Themen- und Epochenwechsel ist um 23.25 Uhr die Dokumentation „Der Freigeist – Carl Maria von Weber“: _„Ein rastloser Erneuerer: Carl Maria von Weber war geprägt von Neugier, musikalischer Ausdruckskraft und unstillbarer künstlerischer Energie. Sopranistin Regula Mühlemann, Bariton Äneas Humm, Komponist Jörg Widmann, Filmkomponistin Rachel Portman und weitere Stimmen sprechen über einen Künstler, dessen Wirkung weit über den bekannten ‚Freischütz‘ hinausreicht.“_
## Sonntag, 14. Juni
* _„Von Paris nach Konstantinopel mit einem einzigen Verkehrsmittel reisen zu können, war gegen Ende des 19. Jahrhunderts eigentlich undenkbar. Mit seinem Vorhaben hat der Belgier Georges Nagelmackers viel zur Völkerverständigung beigetragen: in einer Zeit abgeriegelter Grenzen in Europa, Misstrauen zwischen Regierungen und bürokratischer Hindernisse.“_ „Orientexpress – Ein Zug schreibt Geschichte“, **ZDF** , 19.30 Uhr. —
* _„Lee Miller, Margaret Bourke-White und Martha Gellhorn begleiten die alliierten Truppen an unterschiedlichen Fronten des Zweiten Weltkriegs auf ihrem Weg nach Deutschland. Ihre Reportagen und Fotos sind eine Pionierleistung. Niemals zuvor waren Frauen als Kriegsreporterinnen akkreditiert. Der Krieg als „Vater aller Dinge“ war stets Männersache. Ihre Fotografien für ‚Life‘ und ‚Vogue‘ sowie die Reportagen in ‚Collier’s Weekly‘ zeigen nun eine völlig neue Haltung zu Leiden und Sterben an der Front.“_ „Drei Frauen – Ein Krieg: Kriegsfotografinnen“, **tagesschau24** , 20.15 Uhr.
## Montag, 15. Juni
* Aus der Reihe „Rätselhafte Orte der Geschichte“ sendet **Phoenix** um 20.15 Uhr den Beitrag „Geheimes London“ und um 21 Uhr „Geheimes Venedig“.
* Die Reihe „Das Bayerische Jahrtausend“ blickt heute auf das „13. Jahrhundert: Regensburg“. **BR** , 22.45 Uhr.
## Dienstag, 16. Juni
* „Limes – Grenzen des Römischen Reiches“ sind um 20.15 Uhr Thema im **HR**. _„Der Obergermanisch-Raetische Limes ist UNESCO-Weltwerbe und touristisches Highlight. Der ca. 150 km lange hessische Abschnitt verläuft von Grebenroth über die Saalburg bis nach Seligenstadt am Main. Hier lässt sich Geschichte als Abenteuer erleben. Bei einer Mountainbike-Tour auf den Spuren der Römer oder zu Fuß – wie der Influencer Finnian Garvey, der ohne moderne Hilfsmittel in der Kleidung eines germanischen Kriegers den Limes entlangwanderte und damit einen Weltrekord aufstellte.“_
## Mittwoch, 17. Juni
* _„1941 war für Moskau ein Schicksalsjahr. Im Juni überfiel Deutschland die Sowjetunion. Im Oktober stand die Wehrmacht kurz vor Moskau – das Überleben der sowjetischen Hauptstadt stand auf Messers Schneide – und die Kriegsfront war bedrohlich nah. Der Film„Moskau 1941 – Stimmen am Abgrund“ erzählt aus einer Perspektive, aus der das epochale Drama noch nie gesehen wurde: Ein Chor von Stimmen aus Moskau, offizielle wie private Äußerungen festgehalten in Briefen, Verlautbarungen, vor allem aber Tagebuchaufzeichnungen. In ihnen spiegelt sich das Moskauer Alltagsleben in den letzten Monaten des Friedens und in den ersten Monaten des Krieges.“_ **RBB** , 22.15 Uhr. — Um 23.45 Uhr folgt die Doku „Lenin – Weg in den Terror“.
* _„Riefenstahls Werke wie ‚Triumph des Willens‘ und ‚Olympia‘ gelten als Meilensteine der Filmgeschichte. Ihre ikonografischen Bildwelten stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen – und zugleich auch für das, was diese Bilder nicht erzählen: die Verachtung des Unvollkommenen, des vermeintlich Kranken und Schwachen, die Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je – und damit auch ihre Botschaft? In seinem Dokumentarfilm„Riefenstahl“ geht Andres Veiel dieser Frage anhand bislang unveröffentlichter Dokumente aus ihrem Nachlass nach: Private Filmaufnahmen, Tonbandmitschnitte, Briefe und Fotografien zeichnen ein neues, vielschichtiges Bild.“_ **BR** , 22.45 Uhr. — _„Den Sozialismus hält sie für die große Zukunft, über ihre Jahre im sowjetischen Gulag aber muss Antonia Berger schweigen.“_ Das Drama „Und der Zukunft zugewandt“ spiegelt ein düsteres Kapitel ostdeutscher Geschichte (0.25 Uhr).
## Donnerstag, 18. Juni
* Zwei Folgen der Reihe „Apokalypse – Hitlers Untergang“ eröffnen um 20.15 Uhr und 21.05 Uhr den Abend auf **n-tv**. — Um 22.05 Uhr geht es um „Die Konferenz – Wie der Holocaust organisiert wurde“. — Um 23.30 Uhr und 0.20 Uhr steht die Person „Adolf Hitler“ im Blickpunkt. — Der „Bombenterror des Zweiten Weltkriegs“ steht dann zu später Stunde um 1.10 Uhr und 2 Uhr auf dem Programm.
* Der **HR** fährt mit der Ausstrahlung der Serie „Charité“ fort. Um 23.15 Uhr läuft die Folge 15 „Grenzwerte“, um 0.40 Uhr folgt „Atemstillstand“.
## Freitag, 19. Juni
* **n-tv** präsentiert zunächst „Geheimverstecke der Diktatoren“: „Mussolinis Bunker“ um 20.15 Uhr und den „Stalinbunker“ um 21.05 Uhr. — Aus der Reihe „Giganten der Geschichte“ läuft zu später Stunde um 0.20 Uhr ein Beitrag über „Die sieben Weltwunder der Antike“.
POTUS Trump will in Washington einen monumentalen rund 76 Meter hohen „Triumphbogen“ errichten. Von einem "Triumph" ist die abstruse Außen- und Kriegspolitik des POTUS Don. Trump weit entfernt - aber statt eines Triumph Arch gibt es eben einen Trump Arch. Das Projekt des - jedenfalls laut Trump - größten und schönsten Bogens hat viel Spott und Kritik geerntet.
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Der Trump Arch
(Graphik: Hstoops - Own work, CC0, via WikimediaCommons)
Der Monumentalbogen soll zum 250jährigen Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeit westlich des Potomac River auf der Achse zwischen Lincoln Memorial und dem Arlington Friedhof errichtet werden.
Die Trump-Regierung versucht, den Bau massiv zu beschleunigen und setzt sich dabei über alle gesetzlichen Vorgaben und Zuständigkeiten hinweg. Die eigentlich erforderliche Einbindung des US-Kongresses übergeht POTUS Trump und die von ihm mit Anhängern neu besetzte United States Commission of Fine Arts hat das Projekt einstimmig gebilligt. Das Genehmigungsverfahren des National Park Service (NPS) wirft massive Fragen auf. Trotz einer prognostizierten Bauzeit von zwei bis drei Jahren versucht die Behörde aktuell, ein beschleunigtes Verfahren durchzudrücken und die normalen Abläufe und Genehmigungen zu umgehen. Mit einer sehr kurzer Frist von insgesamt 10 Tagen (nur noch bis 15. Juni 2026) gibt es ein öffentliches Anhörungsverfahren. Das Formular ist beim National Park Service zu erreichen. Eine eigentlich vorgeschriebene fundierte Folgenabschätzung scheint zu unterbleiben, zumal unklar ist, wie das endgültige Konzept des Projektes aussehen wird. Wie der Koloss das historische Landschaftsbild verändert, wurde nicht ausreichend simuliert, ebenso wenig wurden die Auswirkungen einer nächtlichen Beleuchtung geprüft.
Vor allem fehlen die vorgeschriebenen Baugrunduntersuchungen, die sowohl die Statik wie auch die Archäologie betreffen.
Auf Staatsland des Bundes, das vom National Park Service (NPS) verwaltet wird, gelten für ein solches Bauprojekt streng geregelte gesetzliche Vorgaben. Selbst bei nachweislich gestörtem Untergrund entbindet das Gesetz den Bauträger nicht von archäologischen Prüfungen. Da es sich um Bundeseigentum handelt, greifen primär der National Historic Preservation Act (NHPA) und der Archaeological Resources Protection Act (ARPA). Ein gestörter Untergrund (wie die Aufschüttung durch das Army Corps) ändert den Prozess nicht grundsätzlich, sondern beeinflusst lediglich die Erwartungshaltung der Archäologen.
Der reguläre Prozess läuft in drei Phasen ab:
* Phase I (Identification / Erkundung): Es muss eine historische Recherche und eine erste Bodenprüfung (oft durch Testbohrungen oder Suchgräben) stattfinden. Selbst wenn die oberen Schichten gestört sind, muss geprüft werden, ob darunter (im alten Flussbett) originale Schichten existieren.
* Phase II (Evaluation / Bewertung): Werden Artefakte gefunden, wird geprüft, ob die Fundstelle für das _National Register of Historic Places_ bedeutend genug ist.
* Phase III (Mitigation / Schadensbegrenzung): Kann die Fundstelle nicht umgangen werden, folgt eine vollständige, wissenschaftliche Notgrabung (_Data Recovery_), bevor gebaut werden darf.
* Die ARPA-Genehmigung: Für jede archäologische Grabung oder Bodenvorbereitung auf NPS-Land ist eine spezielle _ARPA-Genehmigung_ erforderlich. Wer ohne diese gräbt oder archäologische Güter beschädigt, begeht eine Straftat.
Auch nach den Guidelines for Archaeological Investigations in DC lässt es eine im 20. Jahrhundert von Menschenhand aufgeschüttete Deckschicht nicht zu, ohne eine Phase-I/IA-Untersuchung (Geoarchäologie und GIS-Schnittanalysen) in die darunter liegende Paläolandschaft einzugreifen.
Die Trump-Regierung versucht, direkt zu den geotechnischen Bohrungen überzugehen, ohne die Phase-I-Archäologie für _Pre-contact_ -Ressourcen ordnungsgemäß abgeschlossen oder die Stämme konsultiert zu haben. Sollte AECOM bei den aktuellen Bohrungen im Juni 2026 auch nur ein einziges indigenes Artefakt aus dem alten Flussschlamm an die Oberfläche befördern, könnte dies das gesamte Projekt über Monate rechtlich blockieren.
The Washington Post berichtete, dass die Regierung ein halbes Dutzend etablierter Denkmalschutzorganisationen – darunter den National Trust for Historic Preservation und die Cultural Landscape Foundation (TCLF) – einfach aus dem gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsprozess ausgeschlossen hat. Organisationen wie die TCLF haben bereits Klagen eingereicht. Sie argumentieren, dass das Übergehen dieser Prüfungen illegal ist und ein verheerendes Signal für den Schutz historischer Stätten im ganzen Land sendet.
### Die historische und archäologische Topographie von Washington DC
Die historische Topographie von Washington, D.C. basiert auf einem strengen, rationalen Barockkonzept, das bewusst Sichtachsen, demokratische Machtverteilung und strikte Höhenbegrenzungen miteinander verknüpft. 1791 wurde der Stadtplan von dem französischen Ingenieur Pierre Charles L’Enfant als Planstadt am Potomac River entworfen. Der Trump Arch sprengt die städtebaulichen Maßstäbe Washingtons in Bezug auf Höhe, Symbolik und Geometrie. Das Gelände selbst wurde in den 1920er Jahren mit ausgebaggertem Flusssediment aufgeschüttet und wurde zum Brückenkopf für die damals gebaute Arlington Memorial Bridge. Das Gelände liegt also außerhalb der ursprünglichen Stadtplanung, die immer wieder verändert und spätestens mit der Anlage des Arlington Gräberfelds 1864 in die politische Symbolandschaft einbezogen wurde. Mit komplexen archäologischen Strukturen der historischen Archäologie ist an der - statisch wohl nicht unproblematischen - Baustelle eher nicht zu rechnen. Wohl aber haben sich die Uferbereiche des Potomac als wichtige Fundlandschaft der präkolumbischen Zeit erwiesen. Das Risiko, bei den Fundamentarbeiten auf unentdeckte Pre-contact-Ressourcen zu stoßen, ist daher nicht zu vernachlässigen.
Pre-contact-Funde spielen eine massive rechtliche und politische Rolle, da sie sofort weitere Bundesgesetze aktivieren, die extrem streng ausgelegt werden. Sollten bei den Tiefbohrungen oder Erdarbeiten für das Fundament des Bogens menschliche Überreste, Grabbeigaben oder sakrale Gegenstände der amerikanischen Ureinwohner entdeckt werden, greift sofort der Native American Graves Protection and Repatriation Act (NAGPRA) mit einem sofortigen Baustopp. Das Gesetz schreibt vor, dass bei Funden die historisch dort ansässigen, staatlich anerkannten indigenen Stämme (wie die Piscataway Conoy Tribe oder die _Pamunkey Indian Tribe_) zwingend als gleichberechtigte Partner in den _Section 106_ -Prozess eingebunden werden müssen.
Denkmalschützer sind ein wesentlicher Teil der Opposition gegen den Trump Arch. Erst im März haben Denkmalpfleger Trumps Monumentlballsaal am Weißen Haus vorerst gestoppt (Archaeologik 1.4.2026). Sie rufen nun aktiv dazu auf, die Bedenken in der kurzfristigen Anhörung einzubringen. Sie möchten erreichen, dass zunächst das endgültige Projektdesign feststeht, damit die Prüfungen auch durchgeführt werden können. Die vollständige Dokumentation – inklusive der archäologischen Phase-Ia-Studie und aller Entscheidungsgrundlagen – müsse zumindest beratenden Organisationen und indigenen Stämmen transparent zugänglich sein. Zehn Tage Frist für die Anhörung seien für die Bewertung derart massiver Auswirkungen auf Dutzende historische Objekte unzureichend. Die Kommentierungsfrist müsse verlängert werden. Die Öffentlichkeit möge sich in diesem Sinne an der Anhörung beteiligen.
* The Arc de Trump: A Field Guide to Resisting the Proposed Washington Arch And How to Comment Before June 15. The Dad Briefs (5.6.2026). - https://dadbriefs.com/p/the-arc-de-trump-a-field-guide-to
### Links
* Kunst-Kommission macht Weg für Trumps Triumphbogen frei. Spiegel (22.5.2026). - https://www.spiegel.de/ausland/usa-kommission-macht-weg-fuer-donald-trumps-triumphbogen-in-washington-d-c-frei-a-b1f0bdb0-ea7f-4b0d-a2d1-3a49f2ad1dea
* Größer als das Pariser Vorbild – Trump will in Washington einen Triumphbogen bauen lassen. Welt 11.4.2026. - https://www.welt.de/vermischtes/article69d9f3470695c741e3c297aa/praesidiales-bauvorhaben-groesser-als-das-pariser-vorbild-trump-will-in-washington-einen-triumphbogen-bauen-lassen.html
* Trump’s arch gets overwhelmingly negative public feedback but appears poised to move forward. CNN 17.4.2026. - https://edition.cnn.com/2026/04/16/politics/trump-arch-feedback-commission
* Trump officials lay out aggressive timeline to build triumphal arch. The Washington Post 10.6.2026. - https://www.washingtonpost.com/politics/2026/06/10/trump-officials-lay-out-aggressive-timeline-build-triumphal-arch/
* Zur Archäologie in Washington bietet der NPS eine Artikelserie online: https://www.nps.gov/articles/series.htm?id=D66CB41B-D9B4-3504-A62D536B320F70C8
* Historic Landmarks: https://opendata.dc.gov/datasets/992ca2e2d4e04f08b46d03ee0dbe791a_24/explore?location=38.930723%2C-77.012026%2C12