Das Staunen beim Befahren tiefer Schächte
verstärkt sich mit den seltsamen Gefühlen
wenn dunkle Flügel sich durch unsre Haare wühlen
Pelzig warme samtig feuchte Nächte
Das Staunen beim Befahren tiefer Schächte
Der Schrecken beim Vermessen hohler Gänge
durchdringt uns wie ein plötzliches Erwachen,
wenn Höhlenwürmer sich bemerkbar machen
mit Zähnen in erstaunlich großer Menge –
Der Schrecken beim Vermessen hohler Gänge.
Die Wehmut beim Polieren stumpfer Messer
pulsiert durch unsre Hände wie ein Sehnen
nach Blutvergießen, Drama und Sirenen,
das tief in uns verwelkt. Vielleicht auch besser.
Die Wehmut beim Polieren stumpfer Messer.
Das Kribbeln beim Geräusch verstimmter Flügel
erfasst uns, wenn die Stille plötzlich scheint,
als hätte wer ein C gespielt und Cis gemeint,
die Seele zwirbelt es wie einen Kleiderbügel
Das Kribbeln beim Geräusch verstimmter Flügel.
Die Schwermut beim Betrachten großer Platten
durchzieht uns, wenn sie stumm vorübergleiten,
Gesteine und Gebirge und Gezeiten,
ein Kontinent, und dann noch lang sein Schatten –
Die Schwermut beim Betrachten großer Platten.
Der Jubel beim Gebrauch von Linealen
erscheint uns stets, als käme er von fern,
ein Ruf, ein Hauch, vielleicht ein fremder Stern,
ein Chorgesang von tausend Buckelwalen –
Der Jubel beim Gebrauch von Linealen.
Die Pein beim Treten auf die Viperqueise!
Personen, die auf Queisen treten, leiden
viel mehr als solche, die es strikt vermeiden.
Es mindert den Erfolg der Urlaubsreise
die Pein beim Treten auf die Viperqueise.
Die Panik beim Durchwühlen leerer Taschen:
Wo ist der Schnee aus dem vergangnen Jahr,
der heute Morgen noch vorhanden war?
Im Bus vergessen? Oder mitgewaschen?
Die Panik beim Durchwühlen leerer Taschen.
Die Ehfurcht beim Betreten feuchter Äcker,
wir stehen, übermannt von den Gefühlen,
und sehen Schweine in den Furchen wühlen,
furchtlos, kühn, wie richtige Entdecker.
Die Ehfurcht beim Betreten feuchter Äcker.