Genau ein Jahr vor dem Mord in Nürnberg hatten die Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) einen Nagelbombenanschlag in Köln verübt. Die Bombe explodierte in der Keupstraße, einem Zentrum des türkischen Geschäftslebens in Köln, und verletzte 22 Menschen.
Im Jahr 2000 eröffnete er den Dönerimbiss gegenüber der Schule seines Sohnes. İsmail Yaşar war sehr beliebt und saß abends oft mit Bekannten vor dem Imbiss, hatte immer ein offenes Ohr.
Nach dem Anschlag wurden die Anwohner kriminalisiert, vom Verfassungsschutz beobachtet und als Opfer unter Tatverdacht gestellt. Es ist unverzeihlich, dass nicht früher in Richtung Rechtsextremismus ermittelt wurde.
Daher konnte der NSU weiter morden. Insgesamt töteten die Terrorist*innen zehn Menschen. Erst mit seiner Selbstenttarnung 2011 wurden die zehn Ermordeten, die Überlebenden des Keupstraßen-Attentats und Angehörige als Opfer rassistischer Gewalt anerkannt.
Rechtsextreme Positionen sind demokratieschädlich, antisemitisch und völkisch. Es braucht keine Verzögerung, sondern Entschlossenheit bei der Prüfung, wer unsere Verfassung infrage stellt. Die Zivilgesellschaft erwartet, dass Demokrat*innen klar Farbe bekennen.
@pruhenstrothb.bsky.social
2024 bezeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Jahrestag des Anschlags in Köln die Fehler der Sicherheitsbehörden als „beschämend“. Steinmeier: „Wir waren lange, zu lange blind für ein Netzwerk, das aus Rassenhass und menschenfeindlicher Nazi-Ideologie mordete,
Wir gedenken der Opfer des NSU und erinnern heute an den Familienvater İsmail Yaşar.
İsmail Yaşar wurde am 09.06.2005 im Alter von 50 Jahren in seinem Imbiss in Nürnberg von NSU-Terroristen erschossen.
#saytheirnames #nievergessen #keinVergeben #keinVergessen #gesichtzeigen
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verletzte, raubte; obwohl dieses Netzwerk durchaus Spuren hinterließ.”
Die NSU-Morde werden für immer ein Beispiel für polizeilichen Rassismus und die Gefahr rechtsextremistischen Gedankenguts sein.