Ist das Leben ein Zufall? Das frage ich in der neuen Folge meines Videopodcasts Nur eine Frage (N1F) den Biochemiker und Nobelpreisträger Jack Szostak. Er sagt, die Entstehung von Leben war unvermeidlich und unwahrscheinlich zugleich.
Markus Gabriel war bei Alles gesagt?. Der Bonner Philosophie-Professor gilt als philosophisches Wunderkind und ist einer der einflussreichsten Denker der Gegenwart.
Warum die Entstehung von Leben zugleich logisch zu erklären ist und wie ein kosmischer Zufall wirkt, wo Leben beginnt und welche Gefahren das Wissen über seinen Ursprung birgt, erklärt Szostak in der neuen Folge #N1F. Jetzt auf zeit.de/n1f und überall, wo es Podcasts gibt.
Im unendlichen Podcast spricht er über die „emotionale Wende” der Künstlichen Intelligenz, die er als magischen Spiegel der Menschheit bezeichnet, und erklärt, warum wir in einer Zeit der „Mitreisenden” im Informationsraum unseren Begriff von Sprache und Moral neu denken müssen.
Im Gespräch erläutert er seinen „Neuen Realismus” – eine philosophische Strömung, die darauf besteht, dass die Realität weit größer ist als das Universum und es die Welt als Ganzes eigentlich gar nicht gibt.
Szostak untersucht, wie vor vier Milliarden Jahren auf der noch jungen, unbelebten Erde das Leben entstand. 2009 erhielt er den Nobelpreis für Medizin für die Erforschung der Telomere, der Schutzkappen der Chromosomen.
Markus Gabriel wurde 1980 in Remagen geboren und ist Sohn einer Krankenschwester und eines Gärtners. Er war der Erste in seiner Familie, der das Abitur machte und hatte bereits mit 29 Jahren den Lehrstuhl für Erkenntnistheorie in Bonn inne.
Gabriel verrät, dass er ohne seinen täglichen 30-minütigen Mittagsschlaf völlig unproduktiv wäre und warum er seine Abiturprüfung mit der Note 2,0 heute vor seiner Tochter verheimlicht.