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Altonale, Triennale und eine neue Brücke, die wie die alte aussehen soll. Das Logbuch zur KW 24 in der schönsten Stadt: Altona ;) https://youtu.be/X-TLc6qUMZ0 Moin. „Was für ein wundervolles Herbstwochenende", lese ich in meinem Social-Media-Stream und muss lachen. Ja, es ist Juni, und der […]
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Erik
Mein Freund Markus und ich diskutieren gerne. Über die große und kleine Politik, über die Stadt, unsere Stadtteile, über Fußball und den FC St. Pauli. Selten sind wir einer Meinung. (Markus meint sogar, wir sind wie Hauser und Kienzle, wenn die noch jemand kennt) "Peter Tschentscher hat […]
Jedes Jahr wieder schießt mir das Zitat von Rocko Schamoni ins Gemüt, das ich oben ein wenig verniederdeutscht habe: "Alles, was dumm und scheiße ist", findet auf St. Pauli statt, hat Rocky einmal anlässlich des Schlagermoves gesagt — und damit dem Gefühl aller Anwohnerinnen, ob in St. Pauli […]
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Moin Hamburg, die kalte Sophie hat Hamburg im Griff: es ist kühl, windig und schauerig. Ein Wetter, das zur Gemütslage beim FC St. Pauli passt. Neben dem Völligaußerformsein peinigt ein fieser Virus den Tabellenletzten vom Millerntor. Während beim HSV die Sonne aus dem Allerwertesten scheint […]
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Meine Großmutter kam aus Blankenese, wie die ganze Familie meiner Mutter. Sie erzählte uns als Butscher dieselben Horrorgeschichten, die man sich in den Fischerdörfern an der Elbe seit Jahrhunderten erzählt: Geschichten vom Leichtsinn, von der brutalen Kraft, wenn die Elbe ihre vorgespielte […]
Erik
Erik
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Abpfiff: Da ist sie wieder. Diese absolute Leere, die bleibt, wenn das Flutlicht ausgeht und der Regen die Tränen vom Gesicht wäscht. St. Pauli steigt ab. Es tut weh, jedes Mal aufs Neue, obwohl man es kommen sah. Das Endspiel gegen Wolfsburg war kein Klassekampf, es war nur das bittere Erwachen […]
Ein Essay über den Winter im Beinahesommer. Westliche Ostsee, Wind aus Nordwest, fünf in Böen sechs. 11 Grad Höchsttemperatur, sagt Windy voraus. Und behält seit Tagen recht. Das Thermometer am Niedergang zeigt diese elf Grad schon um 10:00 Uhr. Wind aus Nordwest, knappe sechs Beaufort […]
Hafengeburtstag, Harley Days oder Schlagermove (von Kreuzfahrtparaden mal ganz ab): wer kann flieht aus Hamburg zu touristischen Großevents oder bei angesagten 30 Grad im Schatten. Ich erinnere mich noch an das Motto der “lebenswerten Stadt”, das sich in den letzten 25 Jahren zum Mantra der […]
Moin Moin Hamburg, Es ist Juni, die Festivalsaison naht. Das bedeutet, der Vorsommer aus dem Mai wird abgelöst durch Schauertiefs und Gewitterfronten. Regen, Blitz und dazwischen schwül. So wird das Wetter zur altonale; fast immer. Die Nachbarn rumpeln schon seit Tagen im Keller herum, um den […]
Erik
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Moin Hamburg! Hier ist das Audio-Logbuch zur Lage der Nation – oder zumindest zur Lage der schönsten Stadt der Welt. Schnappt euch einen Kaffee oder ein Zigarillo, lehnt euch zurück und schaut aus dem Fenster, während wir die Ereignisse der letzten Woche Revue passieren lassen. * Einführung (00 […]
Erik
Juniwinter
_Ein Essay über den Winter im Beinahesommer._ > Westliche Ostsee, Wind aus Nordwest, fünf in Böen sechs. 11 Grad Höchsttemperatur, sagt Windy voraus. Und behält seit Tagen recht. Das Thermometer am Niedergang zeigt diese elf Grad schon um 10:00 Uhr. Wind aus Nordwest, knappe sechs Beaufort (Immerhin, beruhige ich mich, die Regel, dass beim Wetterbericht die Böen das eigentliche „Normal“ sind, gilt immer noch), der Regen klatscht in seinem stetigem Rhythmus auf das Kajütdach. Ich liege unter Deck und lausche der ansteigenden und abnehmenden Intensität des Regens. Beinahe hört er auf, ein Sonnenstrahl kämpft sich bis zu meiner Stellung durch, nur um von einer weiteren Husche verschluckt zu werden. Ein Blick auf die nackten Wetterdaten verrät: Elf Grad, grau, sehr nass. Exakt dieselbe Zeile stand hier am 14. Januar im Logbuch. Damals, im Januar, war das ein kleines Fest. Ein milder Wintertag, eine unerwartete Atempause im frostigen Alltag. Wir haben die Kappe in den Nacken geschoben, die Jacken aufgerissen und beim Spaziergang an der Elbe gedacht: *Mensch, der Frühling klopft an.* Heute ist Juni. Und obwohl die nackte Physik behauptet, es sei exakt derselbe Tag, fühlt er sich komplett anders an. Weil Zahlen eben nur im Kontext Sinn ergeben. Das Wetter im Frühsommer hat seine ganz eigene Textur. ### Das Licht, das nicht sterben will Der größte Unterschied ist die Helligkeit. Im Januar stirbt der Tag um vier Uhr nachmittags einen frühen Tod. Das Grau fadet aus, sackt vorm Abendessen einfach in die Nacht. Jetzt, im Juni, herrscht ein fast trotziger Ausnahmezustand. Selbst hinter der dicksten, tiefhängenden Wolkenfront drückt die Midsommersonne. Es ist ein helles, fast gleißendes Grau. Die Sonne ist da, sie ist nur hinter einer herbstlichen Tapete verborgen, wie die Mörder Hamlets. Wenn es um zehn Uhr abends immer noch nicht dunkel ist, weiß dein Körper instinktiv: Das hier ist kein Winter. Das ist nur ein Sommer, der sich noch ein bisschen ziert. ### Die Magie von Grün Januarwetter trifft auf nackte, kahle Äste; ziept bis auf die Knochen. Die Natur verschläft das Elend im Koma. Das Juni-Grau dagegen trifft auf eine Welt, die bereits ihr buntestes Kleid angezogen hat. Die Kastanien und Linden stehen in vollem Saft, das Laub ist frisch, ich sehe mich am Grün satt. Und am Lila, Rosa, Rot, Türkis, an tiefem Blau. Farben, die mit ihrem Geruch betören. Wenn in diese Szene Regen fällt, klingt er ganz anders. Der Wind rauscht durch die dichten Blätterdächer, statt stumpf durch klamme Masten zu pfeifen. Es riecht nicht nach Dieselheizung, nasser Wolle und Tod. Es riecht nach Sommerregen – nach blühendem Holunder, der liegt schwer in weicher Luft. Der Atem dampft nicht, dafür der Asphalt. Die Welt will schnell wieder trocknen, die Augen jucken wie früher nach dem Baden unterm zu heißen Fön. Ein Wintertag kriecht dir von unten durch die Schuhsohlen ins Mark. Ein verregneter Junitag legt sich wie ein nasser Mantel übers Land. Schauer sjnd kurze Schauspiele meteorologischer Macht. So schnell über mich hinweg gezogen, wie ein Gitarrenriff. Der Juni ist noch Frühling, er darf sich ein kurzes Zitat erlauben. Dann zieht man die Regenjacke eben über das T-Shirt, auch wenns schwitzt. Der Juni hat ein helles Versprechen im Gepäck, das die Schauer zu Vorboten macht. Die Daten mögen identisch sein – die Statistik fälschen wir gekonnt auf eigenem Kiel. Im Juli geht das übrigens nicht mehr. Da ist offiziell Sommer und den erwarten wir dann auch — 25 Grad mindestens, egal, ob Australien Weltmeister wird oder nicht.
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https://api.substack.com/feed/podcast/197395170/adcbed0488a8d9cf918ec41ddf8c28a7.mp3 Moin Hamburg, die kalte Sophie hat Hamburg im Griff: es ist kühl, windig und schauerig. Ein Wetter, das zur Gemütslage beim FC St. Pauli passt. Neben dem Völligaußerformsein peinigt ein fieser Virus den Tabellenletzten vom Millerntor. Während beim HSV die Sonne aus dem Allerwertesten scheint, umarmen die Profis in braunweiss die Schüssel. Against all odds, wie man so schön sagt – keine Chance, keine Verdauung – aber vielleicht Glück im Unglück? **_Dies ist eine Episode der Hamburger Blutgrätsche, dem Podcast aus Hamburg zum HSV und dem FCSP: alle Folgen – https://rss.com/podcasts/bluthh/_** Tolles Saisonfinale gegen Freiburg, während der FC St. Pauli sein Drama bis zum Schluss spielt. Bierdusche am Volkspark und die Scheißerei am Millerntor – unterschiedlicher könnte die Stimmung nicht sein, wenn sich Oliver und Erik zur Bundesligafinale an den Mikros treffen. HIer ist der HSV- und St. Pauli Podcast aus der schönsten Stadt – womöglich das letzte Mal als doppelte Bundesligisten **…** Supportet Oliver oder Erik und spendiert uns n Bier: https://ko-fi.com/bluthh * 0:19 Moin Moin Hamburg * 23:38 HSV und Leihspieler * 29:58 Panini-Sticker und Familienzeit * 38:28 Trainer und Spieler-Dynamik * 44:40 Saisonabschluss und Ausblick In dieser Episode der Hamburger Blutgrätsche analysieren wir die aktuelle Situation in der Deutschen Bundesliga mit einem Fokus auf den Hamburger Sportverein (HSV) und den FC St. Pauli. Wir feiern den souveränen Klassenerhalt des HSV und reflektieren die Herausforderungen, mit denen St. Pauli im Abstiegskampf konfrontiert ist. Die Diskussion reicht von den letzten Spielen und ihren entscheidenden Momenten bis hin zu den Emotionen und Perspektiven der Fans. Zudem beleuchten wir die psychologischen Aspekte des Wettbewerbs, die Teamdynamik sowie individuelle Spielerleistungen und Transferstrategien. Abschließend werfen wir einen Blick auf die kommenden Herausforderungen und die strategischen Pläne beider Klubs für die nächste Saison. Get full access to Ring2 * das Hamburg Logbuch at logbuch.substack.com/subscribe
https://api.substack.com/feed/podcast/197087720/d3995abdb38152f42f96ebbd9276bba3.mp3 Jedes Jahr wieder schießt mir das Zitat von Rocko Schamoni ins Gemüt, das ich oben ein wenig verniederdeutscht habe: „Alles, was dumm und scheiße ist“, findet auf St. Pauli statt, hat Rocky einmal anlässlich des Schlagermoves gesagt — und damit dem Gefühl aller Anwohnerinnen, ob in St. Pauli, Altona oder Ottensen, ein Zitat geschenkt, das immer passt, wenn Pinneberg, Zahnärtzte oder Fuzzis in unseren Vierteln die Sau rauslassen. Diese Woche fielen erst zehntausende Marketingfuzzis über das Schanzenviertel her, buchten Frühstückscafés komplett, sodass die ansässige Bohème ohne Galao den Tag starten musste. Das macht den freundlichsten Altautonomen zum Wütbürger. Das OMR Plastikschild um den Hals markiert in unseren Vierteln den Feind. Ich habe mir aus Spaß mal n paar Videos auf Youtube angesehen und musste mich kneifen, was für einen B******t die Leute labern. Mein Freund Alfetta rief mich an und fragte: “Die meinen das ernst, oder?”. Ich befürchte ja, antwortete ich. Wie jeder Altonaer, habe ich die Stadt fluchtartig verlassen, in Richtung Ostsee. Dort war es ziemlich leer. Waren die alle in HH?, beim Hafengeburtstag? Den verpasse ich ja auch seit Jahren. Es ist nicht nachrichtenfest zu ermitteln, wieviele der über eine Million Besucher auch aus Hamburg kommen (und ob die Zahl der Ostseetouristen schlagartig ansteigt an diesem Wochenende), aber eine erkleckliche Zahl meiner Nachbarn verdient sich die Monatsmiete an diesem Wochenende via AirBnB. Eine bessere Propaganda könnte die Nolympia Bewegung sich nicht ausdenken. Hamburg ist eben nicht für Hamburgerinnen gemacht. /// Get full access to Ring2 * das Hamburg Logbuch at logbuch.substack.com/subscribe
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HSV – FC St. Pauli – die Woche der Entscheidung
Hafengeburtstag, OMR: Alles, was schiete ist, findet hier statt
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Moin Moin Hamburg, Es ist Juni, die Festivalsaison naht. Das bedeutet, der Vorsommer aus dem Mai wird abgelöst durch Schauertiefs und Gewitterfronten. Regen, Blitz und dazwischen schwül. So wird das Wetter zur altonale; fast immer. Die Nachbarn rumpeln schon seit Tagen im Keller herum, um den Flohmarkt zu bestücken. Ein halbes Viertel steht halbsechs auf, nur um dieselben Menschen beim Aufbau zu treffen, die man am Wochenende normalerweise nicht vor 11 auf der Straße sieht. Die andere Hälfte kommt ebendann vorbeigeschlendert, man klönt, feilscht ein bisschen oder passt für eine Stunde auf den Stand und die Kasse der Nachbarn auf. Ich liebe und fürchte die Altonale gleichermaßen: Altona ist noch voller als sonst, aber eben auch noch künstlerischer, noch internationaler, als sonst schon. Die Freunde aus Portugal an der Bahrenfelder Straße organisieren ein Festival im Festival, die Sambagruppen trommeln sich durch den Stadtteil als wäre das hier nicht der kühle Norden. Künstler präsentieren ihre Werke, die Moschee hat Süßes für alle. Es regnet und trotzdem haben alle Spaß. Auf der altonale feiern wir uns selbst, ein wenig punkig, alles wirkt ein bisschen zusammengestöpselt, kein Hochglanzmarketing, dafür viel Herz. Wie und was das kostet, habe ich mich nie gefragt — erst jetzt, wo diese Woche die Nachricht der drohenden Insolvenz die Runde machte … ## 🎪 altonale 2026: Sorgen, Crowdfunding & Programm-Highlights Die wichtigste Nachricht vorweg: **Die altonale findet statt!** Vom **12. bis 21. Juni 2026** verwandelt sich der Westen Hamburgs wieder in ein riesiges Kulturareal. Allerdings steht das Festival unter erheblichem finanziellem Druck. Das *Hamburger Tagesjournal* berichtete von “Sorgen um die altonale”. Wegen eines massiven Budgetlochs läuft seit März eine Crowdfunding-Kampagne, um die nötigen 90.000 Euro zur langfristigen Sicherung des Festivals zusammenzubekommen. Da diese Summe noch nicht erreicht ist, wurde die Kampagne jetzt **bis Ende Juni verlängert**. Der Eintritt bleibt zwar nach dem “Pay what you want”-Prinzip frei, aber Spenden vor Ort sind in diesem Jahr überlebenswichtig. ### Das Programm-Motto & Die Highlights: “Vor aller Augen” Das diesjährige Motto lautet **”Vor aller Augen”** und setzt sich künstlerisch mit Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Sichtbarkeit auseinander. | Datum | Event / Programmpunkt | Ort / Details | | **Fr, 12.06.** (Eröffnung) | **FINNA & Friends** (Konzert) *Danach:* DJ Schmeisser | **Platz der Republik** (Festivalzentrum) Start um 19:30 Uhr, freier Eintritt. | | **Sa, 13.06. & So, 14.06.** | **Infomeile „Buntes Altona“** | Vom Altonaer Bahnhof bis zum Rathaus. Präsentation der Hamburger Kultur- & Freizeitlandschaft. | | **Wochenende 13./14.06.** | **Parkour für eine bessere Welt** | **Christianswiese**. Interaktives Angebot der *jungen altonale* für Kinder & Jugendliche zum Thema gerechte Zukunft. | | **Täglich (12.–21.06.)** | **Kulturfutter** | **Christianswiese**. “Rette, schnibbel und koche mit uns” – kreative Aktion gegen Lebensmittelverschwendung. | | **Fr, 19.06. bis So, 21.06.** | **STAMP Festival** | Ganz Altona wird zur Open-Air-Bühne für internationale Straßenkünste, zeitgenössischen Zirkus und bildstarke Walkacts. | | **Sa, 20.06. & So, 21.06.** | **altonale Flohmarkt & Kunstmarkt** | Flohmarkt rund um den Platz der Republik; Kunstmarkt auf der Wiese vor der Christianskirche. | _**Quellen-Check:** *altonale.de* (Offizielles Programm), *Stadtkultur Hamburg* (Meldung vom 02.06. zur Crowdfunding-Verlängerung) & *Szene Hamburg*._ ### Nolympia und die Woche danach: Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) betonte umgehend nachdem der Pulverdampf des Nein verflogen war, dass der rot-grüne Senat dadurch nicht beschädigt sei und man die Stadtentwicklung nun eben ohne die Spiele vorantreiben werde. In der Bürgerschaft entbrennt derweil eine hitzige Debatte über direkte Demokratie und die Frage, warum das Thema vor allem in den wohlhabenderen Stadtteilen zog, während der Rest der Stadt abwinkte._**Quellen-Check:** *Hamburger Tagesjournal* (Leitartikel und Analyse vom 01.–04. Juni) & *Abendblatt*._ **Und was macht der HSV?** Das fiel diese Woche gar nicht weiter auf, denn es zählte auf dem HHer Boulevard nur … ### Trainer-Beben auf dem Kiez: Blessin muss gehen, Rapp übernimmt Drei Wochen nach dem bitteren Abstieg aus der Bundesliga und einer kleinen Ewigkeit an Rumeierei hat der FC St. Pauli die Reißleine gezogen. Am Donnerstag (04. Juni) wurde Cheftrainer Alexander Blessin offiziell freigestellt. Sportchef Andreas Bornemann dankte ihm zwar für die Arbeit, doch intern hieß es schnell: “Es passt nicht mehr”. Long story short: Nur einen Tag später, am Freitag, wurde **Marcel Rapp** (ehemals Holstein Kiel) als neuer Coach präsentiert. Er brennt darauf, das Projekt “Wiederaufstieg” sofort anzugehen. Aufstieg kann Rapp, absteigen dummerweise auch 😉 _**Quellen-Check:** *MillernTon* (Lagebericht vom 04./05. Juni), St. Pauli POP, *SAT.1 Regional* / *dpa*._ ### Ohren zuhalten: Tornado-Alarm am Hamburger Flughafen Nein, kein meteorologischer Wirbelsturm zieht über Fuhlsbüttel (auch wenn im Westen Deutschlands gerade einer wütete), sondern die Bundeswehr. Vom **08. bis 12. Juni** stationiert die Luftwaffe im Rahmen der Übung „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ sechs Tornado-Kampfflugzeuge am Hamburg Airport.Hintergrund: Es wird trainiert, wie zivile Flughäfen im Ernstfall militärisch für Starts und Landungen genutzt werden können. Geflogen wird werktags zwischen 09:00 und 18:00 Uhr. Anwohner müssen sich auf eine ordentliche Geräuschkulisse einstellen. Der zivile Flugverkehr soll aber normal weiterlaufen._**Quellen-Check:** *Hamburger Tagesjournal* & *Offizielle Mitteilung Hamburg Airport*._ _Kurioses aus dem Polizeireport (Abwegig, aber wahr)_ Kopfhörer-Großeinsatz: Ein Mann setzte in seiner Wohnung die Kopfhörer so laut auf, dass er das Piepen seines Rauchmelders nicht hörte – die Nachbarn alarmierten die Feuerwehr, die am Ende die Tür aufbrach, während er seelenruhig Musik hörte. * **Quellen-Check:** *MOPO.de* (Blaulicht-Ticker der Woche) _PS – ich habe eine tolle Leserin, G. – eine Schulfreundin meiner Schwiegermutter. Sie hat mir auf meinen letzten Letter geantwortet, dass sie sehr traurig ist, dass Olympia nicht die Chance bekam, Hamburg anzuzünden. Das bringt vielleicht die Gefühlslage der meisten von uns gut auf den Punkt: die einen finden es schade, dass mit Nein gestimmt wurde, die anderen, dass sie mit Nein stimmen mussten …_ Vielleicht sehen wir uns ja zum Ausgleich auf der altonale, die passt als organisch gewachsenes Festival sowieso viel besser zu uns … Haltet euch fuchtig, euer Erik Thanks for reading Ring2 * das Hamburg Logbuch! This post is public so feel free to share it. Get full access to Ring2 * das Hamburg Logbuch at logbuch.substack.com/subscribe
Quo vadis Altonale?
Mein Freund Markus und ich diskutieren gerne. Über die große und kleine Politik, über die Stadt, unsere Stadtteile, über Fußball und den FC St. Pauli. Selten sind wir einer Meinung. (Markus meint sogar, wir sind wie Hauser und Kienzle, wenn die noch jemand kennt) „Peter Tschentscher hat fertig“, startet er unseren beinahe täglichen Podcast ohne Aufnahme. Und in den nächsten zehn Minuten komme ich kaum zu Wort, nicke nur und sage ab und an – „genau“. Die Hamburgerinnen haben der SPD G20 nicht verziehen, das Scholz nach der letzten gescheiterten Olympiabewerbung über die Stadt hat hereinbrechen lassen. Die Hamburgerinnen stöhnen jetzt schon unter marodem Nahverkehr, Dauerbaustellen und einer manipulierten Mietpreisbremse. Jedes, aber auch jedes Bauvorhaben in HH wird bis zu 10x teurer als geplant. Und am schlimmsten: statt das zuzugeben, wird mit Vermietung an städtische Museen getrickst. Die Verbandelung von SPD und Bauwirtschaft in Hamburg ist legendär. Der Fokus auf Touristik Senatsräson seit 20 Jahren. Die Fegebank lächelt derweil alles weg, was mal grüne Politik war. Und dann die Plakate, DIE PLAKATE! Uninspiriert, pseudo-bunt und mit handfesten Drohungen drauf. Wenn du Rollifahrer n Aufzug an der Station willst, stimme gefälligst für Olympia, oder lerne wieder zu gehen. Neubauten an Wohnungen? Nur mit 10.000 Athletinnen zu machen. Was für ein Offenbarungseid. Dressel schaut mit seinen Hundeaugen auf die Scherben einer Kampagne, die die Losgelöstheit der Hamburger SPD von ihren Bürgerinnen schonungslos offen legte (und dazu brauchte man kaum die gut gemachte Grassroot-Gegenkampagne #Nolympia und ihre validen Argumente) Peter Tschentscher hat fertig, wenn er nicht erkennt, dass seine Arroganz diese Bewerbung gekillt hat. (Und Udo Lindenberg kann sich auch gehackt legen, uncool!) _Titelfoto: Hamburg.de, Gewonnene Stadtteile, dunkel Nein, hell Ja._
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Olympiaschock für Tschentscher — ein heilsamer?
_Altonale, Triennale und eine neue Brücke, die wie die alte aussehen soll._ Das Logbuch zur KW 24 in der schönsten Stadt: Altona 😉 https://youtu.be/X-TLc6qUMZ0 Moin. _„Was für ein wundervolles Herbstwochenende“_ , lese ich in meinem Social-Media-Stream und muss lachen. Ja, es ist Juni, und der Westwind schiebt einen Schauer nach dem anderen über die schönste Stadt. Die Kieler hatten vor ein paar Jahren fast aufgegeben und wollten ihre Kieler Woche in den Juli verlegen — wegen des norddeutschen Junis. Ob das in Altona auch mal diskutiert wurde, weiß ich nicht. Was ich weiß: Im Juni ist der Hamburger Sommer vorbei. Der ist nämlich regelmäßig im Mai, sodass man kurz naiv denkt: Wow, wenn das so weitergeht — nur kurze Hosen, bis in den November. Und dann kommt, was kommen muss: das Juniwetter. Also: Schirm einpacken, wenn ihr auf die Altonale geht. Stundenweise kleine schwüle Zwischenhochs, dann Gewitter bei böigem bis stürmischem Westwind. Zeltstangen ungeeignet — bitte was drunterlegen. Das hat Tradition, genau wie das stoische Ignorieren des Wetters. Man träumt sich zu Reggae und portugiesischen Bratwürstchen weg und feiert den buntesten Stadtteil der Stadt. (Ich wollte eben „Bratwurstrauch“ schreiben, las „Bratwurststrauch“ und habe jetzt das Bild eines Wurstbaums im Kopf. Liebe Grüße an Willi.) Man stolpert bei mir um die Ecke gerade über frisch verlegte Festivalkabel — während der Hafen sich eine neue Brücke ausmalt, die teurer ist als so mancher Stadtteil. Da könnte man auf die Idee kommen: Wenn das Geld für so eine Brücke da ist, müsste doch eigentlich auch was für die Altonale drin sein. Hm. Aber der Reihe nach. ## Die Brücke, die wie sie selbst aussehen will Mittwoch im Rathaus, große Geste: Der Siegerentwurf für die neue Köhlbrandbrücke wurde vorgestellt. Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard, Oberbaudirektor Franz-Josef Höing und HPA-Chef Jens Meier präsentierten eine Nachfolgerin, die höher, länger, größer, breiter, tiefer, schneller wird — und trotzdem aussehen soll wie die alte. Rund 73 Meter Durchfahrtshöhe, gut zwanzig mehr als bisher, damit auch die ganz großen Pötte durch den Köhlbrand kommen. Knapp fünf Kilometer lang, weil die Rampen für die neue Höhe ausladender werden müssen. Ingenieurin Maren Wolff nannte den Entwurf eine „Hommage an die alte Brücke“. Heißt: Wir bauen das Wahrzeichen noch mal, nur in groß. Preisschild derzeit 5,3 Milliarden Euro, die Hälfte der Netto-Baukosten übernimmt der Bund. Die alte Dame aus den Siebzigern muss noch rund vierzehn Jahre durchhalten — mit Rente ist nicht, abgerissen wird erst, wenn die neue steht. Die ersten Autos und Lkw sollen Ende der 2030er drüberrollen, früher als die ursprünglich genannten 2042. In Hamburg ist das Turbo — und wäre Olaf Scholz noch Bürgermeister, er würde wohl vom Hamburg-Tempo schwärmen. ## Kurzes Vergnügen: der Zug nach Amsterdam ist schon wieder weg Apropos Tempo. Manche Dinge in dieser Stadt halten vierzehn Jahre, andere keine drei Monate. Der niederländische Anbieter Govolta hat die Direktverbindung Hamburg–Amsterdam wieder eingestellt — gestartet im März, Ende Mai war Schluss. Neuausrichtung, heißt es: Die Züge fahren künftig Amsterdam–Paris und Amsterdam–Berlin. Hamburg ist aus Amsterdamer Sicht wohl keine Weltmetropole mehr. Wer von hier in die Grachtenstadt will, nimmt wieder den ICE mit Umstieg in Osnabrück oder Duisburg, fünfeinhalb bis sechs Stunden. Immerhin: Die Strecke Hamburg–Berlin wird ab 1. Juli auf sechs Fahrten pro Woche ausgeweitet, im Winter sogar sieben. Ein Trost mit Fahrplan. ## Altona feiert sich selbst — und kämpft ums Überleben Seit Freitag ist meine Ecke wieder Festivalgebiet: Die altonale, das Festival der kulturellen Vielfalt, läuft bis zum 21. Juni. Musik, Film, Theater, Kunst, Tanz, Literatur und Straßenkunst, das meiste kostenlos und nach dem schönsten aller Prinzipien — „pay what you want“, zahl, was du kannst. Herzkammer ist der Platz der Republik, ein paar Schritte vom Bahnhof Altona. Heute, am Sonntag ab 18 Uhr, wird auf der Christianswiese beim _Kulturfutter_ gekocht — aus geretteten Lebensmitteln, von Ehrenamtlichen und Profis, an langen Tischen, für alle. Nächstes Wochenende kommt mit STAMP (19. bis 21. Juni) das internationale Festival der Straßenkünste, dazu Flohmarkt und Kunstmarkt am 20. und 21. Da soll es übrigens warm werden — heiß sogar, und nach der Schwüle wahrscheinlich ein paar Gewitter. Und doch liegt ein Schatten über der Sause: Der altonale fehlt Geld. Gestiegene Kosten, weniger Sponsoren, aus Sicht der Veranstaltenden zu wenig Förderung der Stadt. Dass es 2026 überhaupt läuft, ist einer Spendenkampagne zu verdanken — die übrigens noch läuft, den Link habe ich in den Artikel gepackt. Ob es nächstes Jahr eine altonale gibt, ist offen. Man tanzt also auf der Wiese vor der Christianskirche und weiß nicht, ob man nächsten Sommer wieder eingeladen ist. Sehr Altona, das. Sehr Hamburg, würde ich sagen. ## Die campy Ecke: ein Schwamm namens Bobo Bei Kampnagel lief von Donnerstag bis Samstag das Live Art Festival unter dem Motto „Hitze.Heat“ — ein begehbarer Parcours über das ganze Gelände, fünf internationale Positionen zwischen Klimakrise, Macht und Performance. Der schillerndste Beitrag: Das Kollektiv God’s Entertainment baute mit „it’s getting hot in bikini bottom“ eine begehbare, surreale Unterwasserwelt. In acht Episoden rund um „SpongeBobo Šwammgods“ (ich hoffe, ich spreche das richtig aus) trifft Popkultur auf Ökokollaps. Auf einem Foto sitzt jemand im Fischkostüm in einer blau beleuchteten Badewanne — und ehrlich: schöner kann man die Klimakatastrophe kaum durchdeklinieren. Camp als Ernstfall, Glitzer mit Haltung. Nebenbei war es das letzte Festival vor der geplanten Kampnagel-Sanierung ab September. ## Hamburgs erste Tanztriennale Heute ist Übergangstag im Kulturkalender. Während die 9. Triennale der Photographie ausklingt, eröffnet am 14. Juni erstmals die Tanztriennale Hamburg — eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, künstlerische Leitung Gwen Hsin-Yi Chang und Monica Gillette, Leitmotiv „Brave Moves. Courageous Joy“. Und das ist in diesen Zeiten auch nötig. Auftakt ist eine City-Parade durch Barmbek-Nord, vom Museum der Arbeit bis zur Abschlussperformance im Stadtpark. Tanzschulen, Stadtteilinitiativen, die Hiphop Academy, die Lola-Rogge-Schule — und ausdrücklich auch alle, die einfach mittanzen wollen. Bis zum 21. Juni Aufführungen, Audiowalks und offene Tanzklassen über die ganze Stadt verteilt. ## Von der Elbinsel und vom Rest der Woche Auf den Elbinseln lief das 48h Wilhelmsburg, 17. Ausgabe, von Freitag bis heute: 196 Bands und Acts an 60 Orten, dort, wo Menschen wohnen, essen, arbeiten. In diesem Jahr mit Nachhaltigkeitsfokus — Anreise am liebsten per Rad oder zu Fuß durch den alten Elbtunnel. Dezentral, leise organisiert, riesig im Effekt. Sportlich gab’s Grund zur Freude für alle, die den Jungen aus Hamburg noch vom Rothenbaum kennen: Alexander Zverev hat nach elf Jahren endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel geholt — und zwar in Paris, wenn ich das richtig verstanden habe. * * * ## Ausblick: die kommende Woche (14.–21. Juni) (Kleine Selbstkritik vorweg: Ein paar Dinge standen letzte Woche nicht im Ausblick und sind jetzt schon vorbei. Da bessere ich mich noch.) * **Heute, Sonntag, 14. Juni:** Eröffnung der Tanztriennale mit City-Parade durch Barmbek-Nord (Museum der Arbeit → Stadtpark). Und ab heute ist die Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach der Sperrung wieder frei — gute Nachrichten für alle Pendlerinnen Richtung Hauptstadt, pünktlich zur Sommerpause im Bundestag. * **Die ganze Woche:** altonale in Altona und Tanztriennale stadtweit laufen parallel. Doppelte Kulturdosis, vieles davon kostenlos oder gegen Spende. * **Freitag bis Sonntag, 19.–21. Juni:** STAMP, das Straßenkunst-Festival der altonale, verwandelt ganz Altona in eine Bühne. Dazu Flohmarkt und Kunstmarkt am 20./21. rund um den Platz der Republik. Kurze Hose, T-Shirt und Regencape — Gewittergefahr. * **Sonntag, 21. Juni:** Hamburger Fahrradsternfahrt — Großdemo für bessere Radwege. Auf der grünen Route ist wieder eine Fahrt über die Köhlbrandbrücke geplant, die man im Alltag ja nicht beradeln darf. Einmal noch drüber, bevor sie zum Auslaufmodell wird. * **Am Horizont:** Ab 22. Juni starten in Ottensen die Bauarbeiten an der „Westschleife“ im Projekt freiRaum. Zum 30. Juni legt die Stadt die erste Schätzbilanz zum Klimaschutzgesetz vor — die erste Härteprüfung nach dem erfolgreichen Zukunftsentscheid. Und ab 1. Juli fährt Govolta öfter nach Berlin. Halt dich fuchtig und geh raus — trotz Schauerwetter, es lohnt sich. _Liebe Grüße aus Altona, dein Erik_ * * * _Wenn dir dieser Letter gefällt: Abonniere ihn kostenlos bei Substack (logbuch.substack.com) oder auf blog.ring2.de. Und wenn du magst, schmeiß mir den Gegenwert eines Galão in der Ottenser Hauptstraße oder eines portugiesischen Bieres in der Bahrenfelder Straße in den (virtuellen) Hut: ko-fi.com/ring2 — da gibt’s auch meine E-Books, pay what you want. Abonniere mich, leite mich weiter und sende mir Feedback. Bis nächste Woche_ … * * * #### Quellen Diese Woche viel über: FINK.HAMBURG, stadtkultur-hh.de, heuteinhamburg.de, altonale.de, hamburg.de, hamburg-pride.de, climate-data.org. * Kostenlos Kultur! Die Altonale startet — FINK.HAMBURG, 9.6.2026 * So soll die neue Köhlbrandbrücke aussehen — FINK.HAMBURG, 12.6.2026 * Govolta: Direktzug Hamburg–Amsterdam eingestellt — FINK.HAMBURG, 9.6.2026 * Kampnagel startet Live Art Festival — FINK.HAMBURG, 10.6.2026 * Erste Tanztriennale in Hamburg — FINK.HAMBURG, 12.6.2026 * Bahnstrecke Hamburg–Berlin ab 14. Juni wieder frei — FINK.HAMBURG * Save-the-Date: 48h Wilhelmsburg vom 12. bis 14. Juni 2026 — stadtkultur-hh.de * Termin der altonale 2026 — altonale.de * Großevents und Veranstaltungen in Hamburg 2026 — heuteinhamburg.de * Volksentscheid „Hamburger Zukunftsentscheid“ — hamburg.de * Hamburg Pride 2026 — hamburg-pride.de * Wetter Hamburg Juni 2026 — climate-data.org
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Hamburg tanzt auch bei Schauerwetter
https://api.substack.com/feed/podcast/198096101/9338286f4ee484d02a7208a9503044f2.mp3 **Abpfiff:** Da ist sie wieder. Diese absolute Leere, die bleibt, wenn das Flutlicht ausgeht und der Regen die Tränen vom Gesicht wäscht. St. Pauli steigt ab. _Es tut weh, jedes Mal aufs Neue, obwohl man es kommen sah._ Das Endspiel gegen Wolfsburg war kein Klassekampf, es war nur das bittere Erwachen auf dem harten Boden der Realität. Wir sind eben doch in der zweiten Liga zu Hause, nu, da gehören wir vielleicht auch hin, ganz ohne die Eventfans und die Millionen-Arroganz. Der Schmerz sitzt tief am Millerntor, laut MOPO herrscht absolute Leere in den Gesichtern. Schiete, das passt zur Woche. In der Altstadt stand tagelang ein sündhaft teurer McLaren 720S Spider im strömenden Regen. Das elektrohydraulische Dach halb offen, die Ledersitze volgelaufen wie eine alte Jolle. Hunderttausend Euro Schaden, schätzt die MOPO hämisch, während die sozialen Medien spotten. Und das Beste: Unter dem Scheibenwischer klemmte ein Knöllchen. Wer die Woche versucht hat, mit der S-Bahn von Harburg zum Hauptbahnhof zu kommen, weiß, was echtes Elend bedeutet: Schienenersatzverkehr, Streckensperrungen, Chaos auf den Gleisen. Das Hamburger Abendblatt schrieb treffend von „Zuständen wie in Indien“. Der NDR zeigte Bilder von überfüllten Bahnsteigen, auf denen es teilweise sogar gefährlich eng wurde. Die Menschen drängten sich aneinander; man steht Schulter an Schulter, schaut stumm ins Grau und erträgt es. Ich bekam diese Woche Post vom Bürgermeister. Peter Tschentscher persönlich wirbt per Brief in Hunderttausenden Haushalten für ein „Ja“ beim Olympia-Referendum Ende des Monats. Die Werbetrommel rotiert heiß, das Hamburger Tagesjournal seziert die tiefen Gräben, die quer durch die Generationen und Stadtteile gehen. „Mutig oder ängstlich?“ fragen sie vor der Abstimmung am 31. Mai. Vielleicht ist es einfach nur vernünftig, das Geld lieber in funktionierende S-Bahnen zu stecken als in fünf Ringe aus Gold. Der Hamburger Schiedsrichter Patrick Ittrich hat am Samstag seine Pfeife an den Nagel gehängt. Das letzte Bundesliga-Spiel abgepfiffen, Schluss, Aus. Ein guter Kerdl, der laut Abendblatt zum Abschied klare Worte für die Herausforderungen auf dem Platz fand. Man merkt, wie die alten Gesichter gehen. Auf dem Platz, in der Stadt, überall. Nächste Woche wird nicht besser. Die Gleise zwischen Hauptbahnhof und Harburg bleiben dicht, das Bahnchaos geht in die nächste Runde. Und die Diskussionen um die Ringe werden schärfer, je näher das Monatsende rückt. Wir werden weiter streiten, am Küchentisch, in der Kneipe, beim Bäcker. Die Elbe fließt weiter, ungeachtet der Tränen am Millerntor und des Wassers im Luxusauto. Ein Frachter zieht raus Richtung Nordsee, die Tide läuft ab. Manchmal muss man einfach loslassen können. **_Und was macht der HSV?_** Endlich wieder die Nummer 1 der Stadt. Nach Jahren der Stadtteildominanz ist die alte Hackordnung in der Stadt wieder hergestellt. Die Männer vom Volkspark strotzen vor Kraft. Klassenerhalt- check. Europa kann kommen 😉. Get full access to Ring2 * das Hamburg Logbuch at logbuch.substack.com/subscribe
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Abpfiff
https://api.substack.com/feed/podcast/196409518/a11b67132e07e16920282d76c9bdfc39.mp3 Moin Hamburg! Hier ist das Audio-Logbuch zur Lage der Nation – oder zumindest zur Lage der schönsten Stadt der Welt. Schnappt euch einen Kaffee oder ein Zigarillo, lehnt euch zurück und schaut aus dem Fenster, während wir die Ereignisse der letzten Woche Revue passieren lassen. * **Einführung (00:00:06)** Begrüßung zum wöchentlichen Newsletter-Podcast “Ring zwei Hamburg” mit einem Überblick über die Themen der vergangenen Woche. * **Segelregatta auf der Elbe (00:01:34)** Bericht über die Glückstadt Regatta mit schwierigen Wetterbedingungen, starkem Wind und extrem unruhigem Wasser auf der Unterelbe. * **Unfälle und Schäden beim Segeln (00:02:53)** Details zu den Havarien während der Regatta, darunter ein Mastbruch, eine Person über Bord und eine aufgelaufene Yacht. * **Veränderungen bei Segelregatten (00:04:08)** Einblick in die Organisation von Segelregatten heute im Vergleich zu früher, insbesondere die Rolle von Sicherungsbooten und veränderte Solidarität. * **Ereignisse rund um den 1. Mai (00:08:14)** Zusammenfassung der Ereignisse zum 1. Mai, inklusive Demonstrationen, und ein Ausblick auf OMR Festival und Hafengeburtstag. * **Das Verschwinden des Paternoster (00:09:34)** Bericht über den spurlosen und nicht genehmigten Ausbau des ältesten Paternoster der Welt aus dem historischen Flügge-Haus. * **Vergleich mit früheren Vorfällen (00:10:58)** Eine persönliche Anekdote des Sprechers über illegale Baumfällungen in Blankenese als Vergleich zum Vorgehen beim Paternoster-Ausbau. * **Demonstrationen am 1. Mai (00:12:16)** Beschreibung der Demonstrationen am Tag der Arbeit, von friedlichen Märschen des DGB bis zu Pyrotechnik an der Roten Flora. * **Olympia-Abstimmung in Kiel (00:13:29)** Meldung über die erfolgreiche Abstimmung in Kiel für die Austragung der Segelwettbewerbe und den wachsenden Druck auf Hamburg. * **Diskussion um Olympia in Hamburg (00:15:05)** Kritische Auseinandersetzung mit den Olympia-Plänen in Hamburg, den hohen Kostenrisiken und dem Vergleich mit den Spielen in Paris. * **Ausblick auf kommende Veranstaltungen (00:18:03)** Vorschau auf das OMR Festival und den Hafengeburtstag, die für eine volle, laute und teure Woche in Hamburg sorgen. * **Kritik am OMR Festival (00:19:20)** Persönliche und kritische Betrachtung des OMR Festivals, seiner Teilnehmer und der Entwicklung von einem kleinen Event zur Großveranstaltung. * **Weitere Termine und Fußball (00:20:34)** Hinweise auf den Star Wars Day im Planetarium und die Situation im Fußball, insbesondere der Klassenerhalt des HSV. * **Die Lage des FC St. Pauli (00:21:51)** Analyse der unsicheren Lage des FC St. Pauli im Abstiegskampf und Ausblick auf die entscheidenden letzten beiden Saisonspiele. * **Verabschiedung (00:23:15)** Abschließende Worte, Glückwünsche an den HSV, Hoffnung für St. Pauli und die Bitte, den Podcast zu abonnieren und zu unterstützen. ⛵ Das “selbstgewählte Elend” auf der Elbe Der Mai startete mit sommerlichen 25 Grad, doch das Segel-Wochenende davor hatte es in sich. Bei der **Glückstadt Regatta** (Saisonauftakt der Elbe Super Sailing Tour) gab es ordentlich „eins auf die Mütze“: * **Wetterkapriolen** : Windstärke sieben mit Böen bis zu 30 Knoten peitschten über die Unterelbe. * **Fiese Wellen** : Die ablaufende Tide gegen Westwind erzeugte kurze, ekelige Stromschnellen, die Mensch und Material forderten. * **Havarien** : Eine 38-Fuß-Yacht erlitt in Höhe der Glückstädter Fähren einen **Mastbruch** ; das Rigg musste gekappt und markiert im Fluss versenkt werden. * **Rettungsaktionen** : Ein Segler ging über Bord, konnte aber dank der mittlerweile gut organisierten Begleitschlauchboote schnell gerettet werden. Eine weitere Yacht lief auf eine Steinböschung auf und musste von Feuerwehr und DLRG mit Luftkissen befreit werden. Trotz des „normalen Wahnsinns“ gab es zum Glück keine Schwerverletzten. Paternoster-Gate & Blankeneser Methoden Mitten in der City hat sich ein fast magischer Kriminalfall ereignet: Aus dem historischen **Flüggehaus** ist der vermutlich älteste Paternoster der Welt (Baujahr 1908) spurlos verschwunden. * **Ohne Erlaubnis** : Der Ausbau erfolgte ohne Genehmigung des Denkmalschutzamtes. * **Parallelen** : Das Vorgehen erinnert an alte Blankeneser Gepflogenheiten, wo „versehentlich“ ein Schwerlaster geschützte Bäume rammt, die der Elbsicht neureicher Villenbesitzer im Weg stehen. Die Behörden haben nun erst einmal einen Baustopp verhängt. 🚩 Zwischen Revolution und Rendite Der **1. Mai** verlief hanseatisch-bunt. Während der DGB in Barmbek friedlich für Löhne marschierte, lieferte die **Rote Flora** auf der Schanze das obligatorische Pyrotechnik-Spektakel ab. Laut Polizei blieb es insgesamt den Umständen entsprechend ruhig. In Sachen **Olympia** wächst der Druck aus dem Norden. Kiel hat mit 63,5 % für die Segelwettbewerbe gestimmt. Ich bleibe als gelernter Kaufmann skeptisch: Ein Risiko von bis zu 80 Milliarden Euro ist bei den aktuellen Kostenexplosionen in Hamburg (man denke an die Elbtunnel-Röhre) kaum seriös kalkulierbar. Wer Paris als „Schwarze Null“ verkauft, verschweigt den Milliarden-Rechenschaftsbericht der Franzosen. Ausblick: OMR-Wahnsinn & Hafengeburtstag Die kommende Woche wird laut, voll und teuer: * **OMR Festival (5.–6. Mai)** : Das Klassentreffen der Digital-Bubble in der Schanze. Erwartet überteuerte Haferlattes, weiße Sneaker und „Rockstars“, die eigentlich keine sind – außer vielleicht Heidi Klum. Mein Tipp: Meidet die Schanze weiträumig. +2 * **Hafengeburtstag (Wochenende)** : Für Anwohner das Signal, schleunigst an die Ostsee zu fliehen, während halb Pinneberg und Niedersachsen die Landungsbrücken flutet. * **A7-Sperrung** : Der Elbtunnel wird natürlich auch wieder gesperrt. * **Star Wars Day** : Wer den 4. Mai verpasst hat, kann am Dienstag (5. Mai) im Planetarium den Vortrag „The Revenge of the Fifth“ hören. Fußball-Dramen Gute Nachrichten für die Raute: Der **HSV** ist vorzeitig gerettet und spielt nächste Saison definitiv erste Bundesliga. Beim **FC St. Pauli** sieht es nach der Pleite gegen Mainz düsterer aus. Jetzt folgt das Endspiel gegen Wolfsburg – eine urstpaulianische Aufgabe, den Konzern-Klub mit in den Abgrund zu reißen. Ich wünsche euch eine schöne Woche. Seid gute Demokraten, geht wählen und abonniert das Logbuch! **Tschüss, euer Erik** Get full access to Ring2 * das Hamburg Logbuch at logbuch.substack.com/subscribe
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May Olympia be with you Hamburg
Meine Großmutter kam aus Blankenese, wie die ganze Familie meiner Mutter. Sie erzählte uns als Butscher dieselben Horrorgeschichten, die man sich in den Fischerdörfern an der Elbe seit Jahrhunderten erzählt: Geschichten vom Leichtsinn, von der brutalen Kraft, wenn die Elbe ihre vorgespielte Harmlosigkeit ablegt und sich ihre Opfer holt. Nur bei Stauwasser, der guten Stunde zwischen den Tiden, dürfe man in der Elbe bei Blankenese baden gehen, mahnte sie. Und auch dann nie allein. Wer einmal (wie mein Onkel) vom Sog unter den Ponton gezogen wird, verliert sofort die Orientierung in der braunen Brühe. Die Panik sorgt für den Rest. Mein Onkel hatte Glück, irgendein blind in den Fluss gestocherter Arm packte ihn kurz vorm Ertrinken. So erzogen habe ich einen Heidenrespekt vor der Elbe. Allerdings haben den nicht alle. Es seien meist Hamburger Touristen und Zugezogene, die die tödliche Kraft der Elbe unzerschätzten und einfach untergingen, sagte meine Omi — und hat auch heute noch damit Recht. Es gibt keine offizielle „Zehn-Jahres-Statistik“ für die Elbe allein, weil die Ertrinkungsstatistik der DLRG zwar für Hamburg geführt wird, aber die Gewässerarten (Fluss, Kanal, See) in den Jahresberichten schwanken und nicht immer nahtlos über ein Jahrzehnt addiert sind. Die Zahl der Ertrinkenden hängt dabei stark vom Wetter ab. In einem langen, heißen Sommer wie 2018 gab es in Hamburg 16 Badetote. 2022 waren es 10, im Jahr darauf (2023) sprang die Zahl auf 21 hoch. Die Elbe ist dabei konstant das gefährlichste Gewässer der Hansestadt. **Warum es die Elbe trifft:** Die Elbe ist bei Hochwasser, aber auch bei ablaufender Tide eine Naturgewalt. Die Strömung kann bei Hochwasser bis zu sieben Kilometer pro Stunde erreichen. Dazu kommen die steilen Kanten der Fahrrinne, die tückisch nah am Ufer liegen. Wer da den Boden unter den Füßen verliert, hat gegen den Strom oft keine Chance. **Wer verunglückt:** Es sind häufig Männer, die sich überschätzen, die die Strömung verkennen oder unter Alkoholeinfluss ins Wasser springen. Aber es trifft auch Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, die einfach nur den falschen Moment erwischt haben. Es bleibt das, was man am Wasser hier lernt: Die Elbe verzeiht keine Fehler. Man schaut raus, sieht den Strom, und weiß, dass unter der glatten undurchsichtigen Oberfläche eine Kraft arbeitet, die sich um uns Menschen nicht schert. Geht also lieber in Freibädern baden. Das drüben in Finkenwerder ist toll — und man kann sogar auf die Elbe und Övelgönne gegenüber schauen. **Moin Moin Hamburg, wir haben den letzten Sonntag im Mai 2026. Hier kommen die weiteren News aus der schönsten Stadt.** Die Plakate hängen mittlerweile schief, die Argumente sind ausgetauscht, die Fronten verhärtet. Heute noch schnell das Kreuzchen – Olympia oder nicht. Hamburg hält den Atem an.Aber während wir uns den Kopf über die Ringe zerbrechen, dreht sich die Stadt unbeirrt weiter. Und sie ist diese Woche kein sanfter Ort gewesen.Die Blaulicht-Ticker haben keine Pause gemacht. In Lurup musste die Mordkommission ran, ein 41-Jähriger kam dort in der Nacht zum Mittwoch gewaltsam zu Tode. Und in der Sternschanze gab es am vergangenen Samstag einen Angriff auf zwei Männer, die Polizei prüft ein antisemitisches Motiv – eine dieser Nachrichten, die einem im Vorbeigehen kurz die Kehle zuschnürt, während man eigentlich nur zum Schanzenbäcker wollte.In Altona-Nord liegt eine 30-jährige Radfahrerin nach einem Zusammenstoß mit einem Lkw lebensgefährlich verletzt im Krankenhaus. Ein Unfall in Hoheluft, ein Raubüberfall in Ottensen, die Stadt zeigt ihr raues Gesicht. Manchmal vergisst man bei all den großen Debatten um Olympiastadien, dass die Stadt jeden Tag eigenen Geschichten schreibt – oft genug leider wenig glitzernde.Ein bisschen menschlicher war es in Barmbek. Da gab es am Donnerstag den „Tag der Leichten Sprache“ am Bert-Kaempfert-Platz. Eine bunte Aktion für mehr Inklusion und Verständlichkeit. Ein kleiner Kontrast zu den großen, oft unverständlichen Worthülsen aus dem Rathaus. Manchmal ist das Einfache eben doch das Beste. **Geht der Senat wieder baden?** Heute, am Sonntag, sind die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr offen. Die Spannung ist fast greifbar. Die einen hoffen auf den großen Wurf für die Stadtentwicklung, die anderen auf Vernunft und Realismus. Ich werde nach dem Schreiben dieses Letters runter an die Elbe gehen und auf den schönen, gefährlichen Fluss blicken, der Generationen untereinander und uns mit der Welt verbindet. Und hoffe, die Hamburger nehmen sich die Warnungen meiner Omi zu Herzen._Wir hören uns nächste Woche, Dein Erik._ Get full access to Ring2 * das Hamburg Logbuch at logbuch.substack.com/subscribe
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Hamburg geht baden
https://api.substack.com/feed/podcast/198967055/ececb01bbd49c859571a0da5340ccf9e.mp3 Hafengeburtstag, Harley Days oder Schlagermove (von Kreuzfahrtparaden mal ganz ab): wer kann flieht aus Hamburg zu touristischen Großevents oder bei angesagten 30 Grad im Schatten. Ich erinnere mich noch an das Motto der “lebenswerten Stadt”, das sich in den letzten 25 Jahren zum Mantra der “besuchenswerten Stadt” gewandelt hat. Nur allergische Gegenreaktionen wie in Paris oder Barcelona bleiben in Hamburg bisher aus. Ich saß am Donnerstag mit Freunden in der Schanze draußen, wir feierten den Geburtstag eines Freundes. Es waren auch mehrere Einzelhändler aus St. Pauli anwesend, und bei leckerem Ratsherrn Pils von nebenan kam das Gespräch schnell darauf, dass auf der Schanze nur noch auf finanzstarke Filialisten geschielt wird, die es auch in Paderborn oder Neumünster gibt. Die Schanze stirbt einen leisen Tod, auch weil der Politik die Menschen (auch Unternehmer:innen unter ihnen) schietegal sind. Und dass nicht erst seit G20. Das Gespräch mäanderte zu Orten wie dem Tempelhofer Feld oder der Wiese vor dem Müngersdorfer Stadion. Orte, die für Gäste und Anwohner gleichfalls entworfen und genutzt sind. Ich schreibe euch diesen Letter übrigens von der Ostsee. Bin auch geflohen aus der schönsten Stadt. Es ist Pfingsten. Die Stadt atmet kurz durch zwischen den Tourihighlights, auch wenn auf den Autobahnen rundherum alles steht. Hier sind deine Nachrichten zum Pfingstwochenende 2026: * **Pfingststau-Chaos:** Wer am Freitag aus der Stadt wollte, hatte schlechte Karten. Durch hohes Verkehrsaufkommen, Baustellen und Unfälle bildeten sich kilometerlange Staus. Besonders hart traf es die A7 vor dem Elbtunnel (12 km Stau) und die A1 vor der Norderelbbrücke (13 km). Die A23 in Richtung Nordsee ist zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Pinneberg-Süd wegen Bauarbeiten voll gesperrt – das wird laut Autobahn GmbH noch bis Pfingstmontagabend (20 Uhr) anhalten. Wer denkt sich sowas aus? (In die Stadt gings locker 😉 _(Quelle: dpa via borkenerzeitung.de)_ * **Nordseewoche gestartet:** Auf dem Wasser ist Hochbetrieb. Die 91. Nordseewoche hat am Wochenende begonnen. Die Segel-Crews sind nach Helgoland unterwegs, nachdem die Eröffnung am Freitag in der Segler-Vereinigung Cuxhaven gefeiert wurde. Ziel ist nach Pfingsten dann Strande, mein 2. Heimathafen _: (nordseewoche.org)_ * **Grundgesetz-Feier & Elbphilharmonie:** Am Samstag, den 23. Mai, feierte das Grundgesetz seinen 77. Geburtstag. Bundesweit gibt es Aktionen. In Hamburg besuchte Elke Büdenbender ein Konzert zum Ehrentag in der Elbphilharmonie („Misa criolla – sing mit!“). _(Quelle: bundespraesident.de)_ * **Stadtfest St. Georg:** Wer in der Stadt geblieben ist, findet heute die „Lange Reihe“ in St. Georg als Festmeile vor. Das Stadtteilfest ist wie immer: bunt, beliebt und belebt. _(Quelle: MOPO)_ * **Olympia-Referendum:** Die Debatte läuft auf Hochtouren. Noch bis zum 31. Mai können die Hamburgerinnen ihre Stimme zur Olympia-Bewerbung abgeben. Die Argumente zwischen den Pro-Seiten (Mobilität, Barrierefreiheit) und den Contra-Seiten (kein Olympia für Ausbau nötig, Kosten/Nutzen) werden derzeit medial sehr intensiv geführt. _(Quelle: Abendblatt)_ * **Hamburg ist nicht … Lima** Wovon der Nachwuchs der HHer Fußballklubs nur träumen kann, erlebte ein Qualifikant beim Tennis am Rothenbaum. Sport 1 meldet: “Der 22-Jährige mit deutschen Wurzeln bezwang am Samstag im Endspiel den an Nummer sechs gesetzten US-Amerikaner Tommy Paul 7:6 (8:6), 4:6, 6:3 und feierte in seinem ersten ATP-Final-Triumph” * **Und was macht der HSV?** Der lässt Königsdörffer ziehen und seine lautesten Kritiker nörgeln jetzt, weil der 22-jährige Mainz05 für den etablierteren Bundesligisten hält (und vermutlich auf Abstiegskampf von Minute 1 nächste Saison keine Lust verspürt) * Du magst meinen Letter? Dann leite ihn bitte an Freunde weiter; und oder soendier mir n Anlegebier: https://ko-fi.com/ring2 Ring2 * das Hamburg Logbuch is a reader-supported publication. To receive new posts and support my work, consider becoming a free or paid subscriber. Get full access to Ring2 * das Hamburg Logbuch at logbuch.substack.com/subscribe
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Pfingsten in HH — Nix wie an die See