Wenn man bedenkt, dass ein wesentliches Werkzeug der Politik die Sprache ist, offenbart dieses nonchalante Outsourcing der eigentlichen Kernkompetenz an die KI die mangelnde Eignung des Personals für die Aufgabe.
Gabriel Yoran
Gestern waren die sonst fantastischen Pilzkroketten im Montimar plötzlich feucht & nicht mehr so lecker. Es stellte sich heraus, dass die neue kräftigere Küchenmaschine die Pilze derart schnell kleinschneidet, dass nicht eine grobe Farce rauskommt, die wir haben wollen, sondern fast ein Püree.
(Übrigens: Am Besten schmecken die Kroketten, wenn man die Pilze von Hand kleinschneidet, in die sog. Brunoise – aber das ist bei den Mengen an Kroketten, die mittlerweile bestellt werden, nicht mehr zumutbar, also muss man eine Maschine finden, die fast so grob schneidet wie man selbst von Hand.)
In schlechteren Restaurants werden die vorgekochten Nudeln nicht in Öl, sondern tatsächlich in Wasser aufbewahrt, aber *den* Unterschied merkt man. 3/3
Noch eine interessante Info aus der Küche: Damit die Gäste auf ihre Nudeln nicht die übliche Kochzeit warten müssen, werden die Nudeln vor dem Service so weit vorgekocht, dass sie nur 2 Minuten fertiggekocht werden müssen. 1/
Sie werden dann portioniert und damit sie sich nicht mit Wasser vollsaugen und matschig werden, werden die so vorgekochten Nudeln in Olivenöl aufbewahrt. Sie werden dann die 2 Minuten in der ihnen zugedachten Sauce fertiggekocht. Man merkt den Unterschied nicht. 2/
Das ist das Interessante am Kochen: Du drückst einen Knopf eine Sekunde zu lang, und etwas später sammelt sich Feuchtigkeit an der falschen Stelle und aus dem Signaturegericht wird ein langweiliger Matsch.
Dadurch gibt es offenbar innerhalb der Krokette keine Luft mehr (wie bei zu fein gemahlenem Kaffeemehl), in der die Feuchtigkeit aufsteigen kann, sie sammelte sich also unten und machte den Boden der Krokette matschig. Jetzt wird wieder die Maschine noch kürzer betätigt und alles ist wieder gut.
Die Katzen machen Siesta, aber schauen mir sicherheitshalber beim Arbeiten zu.