Niklas Luhmann wäre im kommenden Jahr 100 Jahre alt geworden. Zu seinen Ehren unternehmen wir an der Zeppelin Universität an den kommenden drei Tagen eine kleine Bestandsaufnahme seines Werks. Die Eröffnung heute, 9. Juni, um 16 Uhr im Stream: radio-gesellschaftstheorie.org/luhmann-100-...
Ich beziehe mich dabei auf die von Hegel ein-gesetzte 'logische' Figur, nicht auf die Semantik von Akzidenzen, Attributen, Substanz etc., an der sie sich hier, bei Hegel, zeigt. Ja eh. An die Stelle dieser Semantik tritt in der Systemtheorie die Medium/Form-Differenz.
Man würde drumherum stehen und anfangen, darüber zu kommunizieren, was wohl innerhalb der Blackbox dieses Turmes sein möge. Man würde sich fragen, was den Unterschied ausmacht, zwischen den 1,80 m, aus denen ich in die Heide blicke, und jemandem, der da oben stünde - aber steht da oben wer?
Aber unter dem Kunst Gesichtspunkt hätte das (ohne Eingang) was. Es würde einerseits den Vorwurf der Hermetik der Theorie spiegeln, und zugleich erhellen: es würde einen zu DEM anregen, was man ohnehin praktiziert, und was die Systemtheorie nur expliziiert.
Ich überlege, ob ich dem Turm überhaupt einen Eingang geben würde.
Mit ohne würde viele Kinder, die die Wanderung dorthin nur ertragen haben, weil die Eltern ihn erzählen, man würden danach auf den Turm steigen, bitter enttäuschen.
(Und da ich Kinder mehr mag als Kunst, ist das Projekt schon tot)
It started with a joke. Aber wenn ich drüber nachdenke, wäre das mE tatsächlich eine angemessene "Luhmann"-Würdigung.
Es würde ihn aus dem Feld des Klassikers, der Theorie, zurückwirken lassen in die Praxis, wo das beobachten des beobachten einen Unterschied macht.
In einer Hinsicht sind sämtliche "KI"-generierte Bilder Retro. Sie generieren Darstellungen von Bildern bzw. 'Manieren', die einst mit ganz anderen Mitteln (ob Ölfarbe, Bleistift oder digital, oder mit Schere und Klebstoff, oder...) erstellt wurden.
"Aktuosität", als "ruhiges Hervorgehen ihrer selbst." - Hegels Begriff zur Erschließung dessen, was man in anderen Kontexten différance nennen würde, oder eben: Autopoiesis.
(LvW, 394)
100% Human. Und das als Systemtheoretiker!
#ichirreselbst
"Nur wenn man Bildung – outputorientiert – als etwas versteht, das man gut gebrauchen und mit dem man blenden kann, mag es einem ganz egal sein, ob man sich den Besitz dieses Gebrauchsguts nicht doch preiswerter und auf Abkürzungen aneignen kann." Right said Fred.