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Dann kommt Gegenwind.
Aktivist*innen überkleben NIUS-Werbung in U-Bahnen mit eigenen Motiven. Campact fährt mit einem LED-Truck hinter einem NIUS-Bus her. In Berlin tauchen Gegenplakate auf.
Aus der Werbekampagne wird ein öffentlicher Konflikt.
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Statt den Protest auszuhalten, legt Reichelt nach.
Auf X postet er ein angeblich neues Werbemotiv: „Wir werden immer beliebter bei sämtlichen beiden Geschlechtern.“
Das Bild sieht aus, als würde es in einer Berliner U-Bahn hängen.
Der große Auftritt: NIUS wirbt auf Plakatflächen und in U-Bahnen – und foliert gleich einen ganzen BVG-Bus mit den Gesichtern der eigenen Leitungsebene.
Die Botschaft: Wir sind groß. Wir sind überall. Wir sagen, was andere angeblich verschweigen.
Die BVG zieht die Reißleine.
Sie beendet die NIUS-Kampagne mit sofortiger Wirkung. Begründung: Ein Social-Media-Motiv habe den Eindruck erzeugt, es hinge in der Berliner U-Bahn – obwohl es nie Teil der gebuchten Kampagne war.
Wir fassen zusammen:
NIUS wollte mit einer großen Kampagne Stärke demonstrieren. Als Berlin widersprach, wollte man noch einen draufsetzen. Reichelt postete ein Motiv, das aussah wie echte BVG-Werbung. Daraufhin beendete die BVG die Kampagne.
NIUS wollte in Berlin groß rauskommen.
Am Ende zeigt die Kampagne vor allem, wie schnell sich rechte Medien durch Gegenprotest selbst in die Eskalation treiben lassen.
Eine kleine Timeline der NIUS-Blamage:
Plot Twist: Später erklärt NIUS-Redakteur Julius Böhm, das Motiv habe in der Realität gar nicht existiert.
Es sei nur ein „Scherz“ gewesen – als Reaktion auf die überklebten NIUS-Motive.
Also: Fake-Motiv posten, Ärger bekommen, „war Spaß“ sagen.
Die Pointe:
Der Protest hat NIUS aus der Reserve gelockt.
Den Rest hat NIUS dann selbst erledigt.
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NIUS inszeniert sich als rechte Medienmacht. Finanziell sieht es anders aus: Das Portal schreibt seit Jahren hohe Verluste. Seit Gründung soll NIUS rund 33 Mio. Euro Verlust gemacht haben.
Trotzdem startet NIUS eine große Werbekampagne in Berlin.