Die Medienkolumne „Altpapier“. Gegründet 2000. Seit 2017 beim MDR (Redaktion Medien360G). Hier schreiben die freien Autorinnen & Autoren, nicht der MDR.
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... „Redakteure freier (gefühlt), Artikel zu veröffentlichen, von denen sie glaubten, dass ihr Publikum sie lesen sollte" - ungeachtet dessen, was das Publikum lesen wollte. Heute werde das "leicht als paternalistische Selbstgefälligkeit abgetan“. (3/x)
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2011: Maxim Biller rief die "Ichzeit" in der Literatur aus, auf den Straßen entstanden neue Gemeinschaftsformen aus vielen sozialen Ichs, die nicht nur *über* das Netz organisiert waren, sondern *wie* das Netz: dezentral und impulsgetrieben. Im Journalismus wurde diskutiert, was dieses "Ich" soll.
15 Jahre später ist das "Ich" das Personalpronomen der Gegenwart: in Dokumentationen mit Ansteckkameras. Bei TikTok. Und in der politischen Berichterstattung, die Social-Media-mitgetrieben ist und, statt von Amtsträgern, oft von Politiker-Ichs handelt, die sich in die Wolle kriegen.
Ist neuerdings auch mit einleitendem Interview. Davon bin ich sehr begeistert. @altpapier.bsky.social
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Von da ist es nicht weit zu unpolitischen, weil das Gemeinwesen nicht berücksichtigenden Fragen an die Welt: "Und was bringt MIR das?", "Wieso bin ICH nicht repräsentiert?".
Um den Aufstieg des Ichs mit Vorzügen und Regressionspotenzial geht es im @altpapier.bsky.social www.mdr.de/altpapier/da...